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In Sichtweite des Doms

Am 22.Juni veranstalteten Trockenbau Akustik und IBP des Fraunhofer Institutes ihr 14. Akustik Forum Raum und Bau. In diesem Jahr fand die Veranstaltung wieder in Köln statt. Ca. 75 Teilnehmer ließen sich im Tagungsraum der Brauerei „Früh“ von den Referenten den neuesten Stand der Technik und der Normierung erklären.

Akustik Forum Teilnehmer

Das erste Highlight der Veranstaltung fand schon am Vortag der eigentlichen Veranstaltung statt. Selbst die Weitgereisten unter den Teilnehmer hatten nie zuvor eine Moschee gesehen, die so perfekt Moderne und Tradition miteinander in Einklang bringt wie die neue Zentralmoschee in Köln Ehrenfeld.

Nach diesem eindrucksvollen Erlebnis waren die Teilnehmer am nächsten Tag natürlich gespannt auf die Vorträge der Referenten. Auch dieses Jahre stellte das Fraunhofer Institut das Gros der Vortragenden, so dass die Veranstaltung den Teilnehmern das Neueste aus der angewandten Forschung des Fraunhofer Institutes s vorgestellt wurde. So referierten auch am 14. Akustik-Forum wiederum all jene, die den Wissenschaftsbetrieb des IBP seit Jahren sicherstellen. Bernd Kaltbeizel  berichtete über die Möglichkeit, Gipskartonwände im tieffrequenten Spektrum zu verbessern, Dr. Lutz Weber über die akustischen Auswirkungen von WDV-Systemen auf Leichtbauwänden und  Johannes Eder (in Vertretung von Elmar Schröder) über Akustiksegel mit Kühlprofilen.

Den zweiten Schwerpunkt bildete das inzwischen ungeliebte Themenfeld der Normen -  ihre Neugestaltung, ihre Anwendung und ihr Geltungsbereich. Auch wenn die Beschäftigung mit der neuen DIN 4109 trocken erscheint, so beeinflusst es doch die Planung der Praktiker nachhaltig. Und sollte ein Einvernehmen der Parteien trotz Normen  nicht möglich sein, haben Juristen das letzte Wort. Wie die neue DIN 4109:2018 inzwischen von Richtern gesehen wird, dazu konnte RA Dr.  Steffen Hettler Auskunft geben. Als Fraunhofer Absolvent und Jurist kannte er die beiden Seiten der Medaille DIN 4109 nur zu gut.

„Wenn es um die Vermittlung neuer Entwicklungen von Bau – und Raumakustik geht, seien sie technisch oder rechtlich, dann gibt es vom Niveau her keine Alternative zu dieser Veranstaltung“, so ein langjähriger Teilnehmer. Und so konnte auch Dr. Peter Brandstätt (Abteilungsleiter Akustik des Fraunhofer-IBP), die Veranstaltung schließen mit einem: „Thomas Grüning und ich freuen uns schon jetzt auf das 15. Akustik Forum Raum und Bau und hoffen darauf, viele von Ihnen im nächsten Jahr wieder begrüßen zu können.“