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Da geht`s rund

Seit Übernahme des Tagungs- und Seminarstandortes Schloss Montabaur (Westerwald) durch die Akademie Deutscher Genossenschaften (ADG) 1970 wurden hier die Übernachtungs- und Konferenzkapazitäten kontinuierlich modernisiert und erweitert. (Foto: G+K Trockenbau GmbH/pix fotografie frankfurt)

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Gastliche Runde. Eine elliptische Atriumwand trennt die Hotelflure vom glasüberdachten Innenhof. Foto: G+K Trockenbau GmbH/pix fotografie frankfurt

Das von dem Dernbacher Architekten Michael Graf entworfene Haus fügt sich mit seiner elliptischen Form harmonisch in das hügelige Gelände unterhalb der Schlossmauern ein. Auf zwei der insgesamt drei Etagen bietet das Gebäude 77 modern ausgestattete Doppelzimmer auf 4-Sterne-Niveau.

Das erste Aha-Erlebnis stellt sich bei den meisten Gästen schon beim Betreten des über alle Etagen offenen Atriums ein. Lichtdurchflutet wird dieser großzügige Innenhof durch die komplette Glasüberdachung sowie raumhohe Festverglasungen in der Fassade, die einen Blick auf Schloss Montabaur und die umgebene Landschaft des Westerwaldes gewähren. Die elliptische Form zieht sich durch das Gebäude: Im Zentrum steht das Atrium. Dieses wird

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Elliptisch. Das von dem Dernbacher Architekten Michael Graf entworfene Gästehaus ist bislang das jüngste Gebäude im Ensemble, das um Schloss Montabaur entstanden ist. Foto: Mechelk Bedachungstechnik GmbH, Montabaur

von den umlaufenden Hotelfluren durch eine Schall- und Brandschutzwand getrennt. Im äußeren Ring schließlich sind die Zimmer angeordnet, die aufgrund ihrer Position zur Gebäudeachse alle leicht unterschiedliche Raumgeometrien aufweisen.

Traummaße für den Trockenbauer: F 90 – G 30 – 62 dB

Komplexe Herausforderungen warteten auf das Ausbauteam insbesondere bei der Errichtung der bis zum Glasdach reichenden Atriumwand. Sie sollte nicht nur die Anforderungen an den vorbeugenden baulichen Brandschutz in F 90-Qualität erfüllen, sondern auch die dahinterliegenden Flure und Gästezimmer wirksam vor Geräuschen aus dem Atrium schützen. Ein bewertetes Schalldämmmaß von 62 dB war gefordert. „Basis bildet eine auf beiden Geschossen ca. 3 m hohe Doppelständerwand, gefertigt aus den Schallschutzprofilen RigiProfil MultiTec und einer doppellagigen Beplankung mit der Schallschutzplatte ‚Die Blaue‘ sowie einer 2 x 60 mm dicken Mineralwolleinlage“, erläutert Michael Koch, Geschäftsführer der G+K Trockenbau GmbH aus Neuwied.  

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Geraden und Kurven. Aufwendig war u. a. die exakte Ausbildung der unterschiedlichen Radien. Auf rund 240 m² eher gerader Wandfläche je Geschoss folgten knapp 180 m² in halbrunder Form.

Aufwendig sei die exakte Ausbildung der unterschiedlichen Radien gewesen: Auf rund 240 m2 überwiegend gerader Wandfläche je Geschoss folgten knapp 180 m2 in halbrunder Form. „In den beiden Spitzkehren der Ellipse, also dort wo die Radien besonders eng waren, haben wir mit sehr kleinen Plattenstreifen beplankt“, erinnert sich Koch. Die wesentlich größere Herausforderung bestand allerdings in der Integration von mehr als 150 Öffnungen und Nischen, die teils Einbauleuchten, teils Glaseinbauten erhielten. Durch sie wird sowohl Tageslicht vom Atrium in die Flurbereiche geleitet als auch die Wand optisch aufgelockert.

Bauleiter Markus Groß beschreibt die Details: „Die exakt vorgegebenen Öffnungen haben wir zunächst mit dem Ständerwerk realisiert, dann folgte die erste Beplankung mit der exakten Anarbeitung an die Aussparungen. Die zweite Beplankungslage Die Blaue haben wir anschließend komplett über die Nischen und Öffnungen geführt und erst nachträglich ausgeschnitten. So konnten wir für die zu verglasenden Öffnungen – alle im Format 300 x 300 mm – besonders saubere und risssichere Kanten erstellen.“

Wandanschluss mit Formteilen ohne Belastung des Glasdaches

Um die Brandschutzqualität der Atriumwand nicht zu beeinträchtigen, wurden alle Aussparungen anschließend mit vorgefertigten Formteilen (Feuerschutzplatten RF) ausgefacht, bevor das G+K-Team die spezielle G 30-Brandschutzverglasung (Vetrotech) einsetzte. „Dank der engen Abstimmung mit unseren technischen Ansprechpartnern bei Rigips und dem Saint-Gobain-Schwesterunternehmen Vetrotech konnten wir unserem Auftraggeber hier eine geprüft sichere Lösung aus einer Hand anbieten“, so Groß.

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Ohne Last. Die Atriumwand durfte nicht an den Aluminiumprofilen der Dachkonstruktionen befestigt werden. Zunächst wurden dazu Spanten aus Holzwerkstoffplatten an den Wänden angebracht und an diese dann vorgefertigte Rigips-Formteile montiert.

Während einige Mitarbeiter eine Sichtdecke aus glatten Bauplatten RB unterhalb der das Atrium umlaufenden Galerie zwischen erstem und zweitem Obergeschoss abhängten, beschäftigte sich Markus Groß bereits mit dem zweiten „Knackpunkt“ im Atrium: „Der Anschluss der Atriumwand an die Glasdachkonstruktion wurde durch die Vorgabe erschwert, dass an den Aluminiumprofilen der Dachkonstruktionen keine Lasten befestigt werden durften. Aber auch hierfür haben wir gemeinsam mit Rigips eine zuverlässige und praktikable Lösung finden können“, erläutert Groß. Zunächst wurden Spanten aus Holzwerkstoffplatten an den Wänden angebracht und an diese dann vorgefertigte Rigips-Formteile montiert. So wurde ein sauberer Deckenanschluss geschaffen, ohne eine feste Verbindung zur Dachkonstruktion zu erstellen.

Gekrümmte Flure mit freitragendem Deckensystem ausgestattet

Auch die langen Hotelflure bilden den elliptischen Grundriss ab und geben die Form über die den Gästezimmern zugewandten Trennwände an weiter. Die Flurdecken wurden freitragend nach Rigips-System FD20RB ausgebildet und mit Bauplatten RB beplankt. Auch hier musste vor allem in den Endbereichen der Ellipse aufgrund der starken Krümmung mit sehr kleinen Deckensegmenten gearbeitet werden. Teilbereiche der Flurwände wurden darüber hinaus dreifach beplankt, um Nischen für beleuchtete Wandpaneele ausbilden zu können. Die Nischenkanten erhielten eine saubere Einfassung mit Rigips AquaBead L-Trim Abschlussprofilen.

Die alle drei Geschosse durchlaufenden Versorgungsschächte mussten sowohl den vorgegebenen Brand- und Schallschutzanforderungen gerecht werden als auch die Biegungen der Flurwände mitmachen. Hier wurde die gewünschte Wandform mittels Trockenputz und Vorsatzschalenkonstruktionen hergestellt.

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Moderne Eleganz. Die schallgeschützten Gästezimmer verfügen über hochwertig ausgeführte Wand- und Deckenflächen. Zur Aufnahme der Glastrennwände zum Bad hin wurden passgenau Halteprofile aus Aluminium in die Unterkonstruktion integriert. Die Sichtdecken wurden exakt angearbeitet

Die schallgeschützten Gästezimmer strahlen eine gleichermaßen ruhige wie moderne Eleganz aus. Dafür sorgen zum einen edle Materialien, zum anderen hochwertig ausgeführten Wand- und Deckenflächen. Ein weiterer Blickfang sind die durch Glaswände von den Wohn- und Schlafbereichen abgetrennten Badezimmer. Alle Sichtdecken in den Gästezimmern wurden mit ungelochten Bauplatten RB beplankt und ca. 350 mm tief von den Stahlbetondecken abgehängt. Zur Aufnahme der Badezimmer-Glastrennwände wurden passgenau Glashalteprofile aus Aluminium in die Unterkonstruktion integriert und die Sichtdecken exakt angearbeitet. – Insgesamt ist das Gästehaus Coblenz in Montabaur ein ästhetisch wie handwerklich sehr gelungener Ausbau.