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Wacosystems: Offen und flexibel

Architekturbüro setzt auf lichtdurchlässige Schiebewände. Für die neue Büroetage wünschen sich die pauly + fichter planungsgesellschaft in Neu-Isenburg eine offene Struktur mit Industriecharakter, die durch verschiebbare Trennelemente unterschiedliche Raumsituationen zulässt.

Wacosystems lichtdurchlässige Schiebewände
Foto: Eun-A Pauly, pauly + fichter Planungsgesellschaft mbH

Als Gegensatz zum rohen Charakter des Betons fungieren die filigranen Schiebewände aus weiß satiniertem Acrylglas der Herforder Wacosystems GmbH. Für eine Schallreduktion sorgen würfelförmige Absorber aus Melaminharzschaum. Der so entstehende Deckenspiegel ähnelt einem auf den Kopf gestellten und an die Decke montierten Städtebaumodell.

Die Schiebewände decken die unterschiedlichen Anforderungen an Offenheit und Transparenz aber auch an Rückzug ab und dienen darüber hinaus als gestalterisches Element. Ursprünglich sind die transluzenten Elemente von Wacosystems als Schiebetüren konzipiert worden. Gemeinsam mit dem Hersteller entwickelt das Architekturbüro aus den Türelementen eine flexible Wand, die über eine Länge von 12,45 Metern mit entsprechender Profilierung funktioniert. Sechs Wandelemente mit einer Höhe von 2,50 Meter und einer Breite von einem Meter laufen in einer vor einem Betonsturz montierten Alu-Schiene. Im Boden werden die Schiebeelemente mit an der Unterseite verschraubten Führungsstiften in einer bodengleich eingebrachten U-Schiene geführt. Dadurch sind die Wandelemente über die gesamte Länge verschiebbar und erlauben den Architekten unterschiedliche Raumsituationen zu erzeugen.

Die lichtdurchlässigen Elemente aus weiß satiniertem Acrylglas bieten Sichtschutz und besitzen im Vergleich zu Glasschiebelementen eine angenehme warme Haptik. Darüber hinaus sind sie unempfindlich gegenüber Verschmutzungen. Die Elemente mit einer Dicke von 38 mm und einem Schalldämmwert von 28 dB sind dabei stabil, lassen sich aber aufgrund des geringen Gewichts äußerst leicht bewegen.