zurück

Das sind unsere Referenten

Das 14. Akustik-Forum rückt immer näher und wir nutzen die Gelegenheit, die Referenten und ihre Themen einmal vorzustellen. Wer sich noch nicht angemeldet hat, sollte dies rasch erledigen, um am 21. und 22. Juni in Köln dabei sein zu können.

Referenten 2018

Die Bauakustik ist in diesem Jahr ein Schwerpunktthema der Veranstaltung. Nachfolgend werden der Mit-Organisator und Moderator Dr. Peter Brandstätt (IBP) sowie die Referenten in der Reihenfolge der insgesamt acht Präsentationen am Kongresstag vorgestellt. Einige von ihnen sind zum wiederholten Male dabei und bereits "alte Hasen", andere sind das erste Mal dabei :

Peter Brandstätt

Dr. Peter Brandstätt
Dr. Peter Brandstätt

Dr. Peter Brandstätt hat von 1985 bis 1990 sein Studium der Bauphysik an der Fachhochschule für Technik in Stuttgart absolviert. Anschließend machte er den Master of Science ind Sound and Vibration an der Universität Southampton und promovierte 2002 ebenfalls in Southampton zum Thema "Prognose tieffrequenter Geräusche in Lüftungsanlagen und daran angeschlossener Räume". Nach verschiedenen Stationen im Bereich Bauphysik und Akustik ist er seit 2016 Abteilungsleiter der Abteilung Akustik am Fraunhofer Institut für Bauphysik in Stuttgart. Er war maßgeblich an der Programmfindung des diesjährigen Akustik-Forums beteiligt und wird in diesem Jahr auch erstmalig als Co-Moderator neben Thomas Grüning durch die Veranstaltung führen.

Bernd Kaltbeitzel

Bernd Kaltbeitzel
Bernd Kaltbeitzel

Bernd Kaltbeitzel schloss seinen Bachelor of Science (2012) und später seinen Master of Science (2015) im Studienfach Bauingenieurwesen an der Universität Stuttgart ab. Er fing 2011 in der Abteilung Akustik des Fraunhofer Institut für Bauphysik IBP in Stuttgart für seine Abschlussarbeiten und als Werksstudent an.

Seit 2015 ist Bernd Kaltbeitzel Mitarbeiter im Bereich des Installationsschalls von Sanitärinstallationen und Gebäudetechnik. Außerdem leitet und betreut er verschiedene Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit Bezug zu verschiedenen akustischen Themen am Fraunhofer Institut für Bauphysik IBP.

Sein Vortrag beim Akustik-Forum 2018 handelt von Ständerwänden und tiefen Frequenzen.

Lutz Weber

Lutz Weber
Lutz Weber

Nach dem Physik-Studium an der TU-Darmstadt und der Promotion am Max-Planck Institut für Festkörperforschung und der Universität Würzburg arbeitete Hr. Dr. Weber zunächst drei Jahre als Sachverständiger für Schall-Immissionsschutz bei der TÜV Umwelttechnik GmbH. Seit 1996 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Bauphysik in Stuttgart tätig und leitet dort die Arbeitsgruppe Bauakustik.

Herr Dr. Weber ist ein ausgewiesener Fachmann auf dem Gebiet der Bauakustik und hat zahlreiche bauakustische Forschungsvorhaben bearbeitet, darunter auch mehrere Projekte über Wärmedämm-Verbundsysteme. Daneben arbeitet er in mehreren Normungsgremien und Sachverständigenausschüssen mit und hat viele Fachveröffentlichungen und Tagungsbeiträge verfasst. Außerdem war er an der Universität Stuttgart als Lehrbeauftragter tätig und hat ein große Zahl von Bachelor- und Masterarbeiten betreut.

Beim Akustik-Forum wird er zum Thema "Akustische Auswirkungen von WDVS auf Holz- und Leichtbauwänden" referieren. Wegen der gestiegenen Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz sind Wärmedämm- Verbundsysteme (WDVS) bei Neubauten inzwischen weit verbreitet. Bislang betraf dies vor allem Gebäude in Massivbauweise. Mittlerweile kommen WDVS jedoch zunehmend auch im Holz- und Leichtbau zum Einsatz. Neben ihrer thermischen Wirkung beeinflussen WDVS außerdem in starkem Maße die akustischen Eigenschaften der Außenwand. Da hierbei sowohl eine Verbesserung als auch eine Verschlechterung der Schalldämmung eintreten kann, ist es unerlässlich, WDVS bei der baulichen Schallschutzplanung zu berücksichtigen.

Martin Schneider

Martin Schneider
Martin Schneider

Martin Schneider hat sein Diplom Studium Bauphysik an der Hochschule für Technik Stuttgart und anschließend ein Masterstudium an Universität in Southampton im Bereich „Sound and Vibration Studies“ absolviert.

Er ist Akademischer Mitarbeiter im Bereich Bauakustik an der Hochschule für Technik Stuttgart in Stuttgart, führt dort Forschungsprojekte, Vorträge und Publikationen im Bereich der Bauakustik mit Schwerpunkt der wissenschaftlichen Tätigkeit im Bereich der Schallübertragung im Leicht- und Massivbau durch. Zudem ist er Vorsitzender des Fachausschusses Bau- und Raumakustik in der DEGA (Deutsche Gesellschaft für Akustik).

Martin Schneider ist ebenfalls "Wiederholungstäter". Er war bereits 2014 als Referent auf dem Akustik-Forum vertreten. In diesem Jahr wird er die DIN 4109: 2018 – neue Rechenverfahren für den Leichtbau vorstellen.

Steffen Hettler

Steffen Hettler
Steffen Hettler

Dr. Steffen Hettler berät als promovierter Bauingenieur und Rechtsanwalt Investoren, Bauherren und Auftragnehmer zu komplexen Bau- und Immobilienprojekten. Schwerpunkte liegen dabei im Bereich der Vertragsgestaltung, des Vertragsmanagements sowie der rechtlichen Begleitung bei der Projektentwicklung. Herr Dr. Hettler berät auch vermehrt internationale Projekte und pflegt enge Kontakte nach Asien.

Sein Vortrag befasst sich mit dem Thema "Die neue DIN 4109 aus rechtlicher Sicht".

Elmar Schröder

Elmar Schröder

Dipl.-Phys. Elmar Schröder ist seit 1997 als Beratender Ingenieur bei Müller-BBM im Bereich der akustischen Prüfstände tätig und war bereits 2013 und 2017 als Referent beim Akustik-Forum vertreten. In diesem Jahr wird er den Teilnehmern das Thema „Akustiksegel mit Kühlprofilen – Akustische Bewertung sowie Planungs- und Praxishinweise“ vermitteln.

Bernhard Becker

Bernhard Becker ist Akustik- und Energiefachberater und seit 1996 für den technischen Support bei Rockfon in Deutschland verantwortlich. Sein Vortrag zum Thema "Anforderungen an Schallabsorption und Schalldämmung – das Büro 2.0 am praktischen Beispiel" behandelt u. a. den Trend zu vielseitig nutzbaren Räumen und Trennwänden auf und erläutert, warum Schallabsorption so wichtig für die Schalldämmung ist.

Christian Nocke

Christian Nocke
Christian Nocke

Dr. Christian Nocke studierte Physik in Marburg und Oldenburg, war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Bauphysik, Stuttgart. Im Jahr 2000 promovierte er und gründete anschließend gemeinsam mit Dr. Catja Hilge das Akustikbüro Oldenburg.

Dr. Christian Nocke ist öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Lärmimmission, Bau- und Raumakustik. Er ist Mitglied des Arbeitskreises zur Neufassung der VDI 2569 „Schallschutz und akustische Gestaltung im Büro“ sowie Obmann des DIN-Arbeitskreises zur Überarbeitung der DIN 18041 „Hörsamkeit in kleinen und mittelgroßen Räumen“. Darüber hinaus ist er Autor mehrerer Bücher sowie zahlreicher fachlicher Abhandlungen.

Beim diesjährigen Akustik-Forum beschäftigt er sich mit dem Thema "Immer mehr Normen, Regeln und Parameter zur Raumakustik - ein Wegweiser".

Andreas Liebl

Andreas Liebl
Andreas Liebl

Andreas Liebl war bereits bei den Akustik-Foren 2014 und 2017 als Referent vertreten. In diesem Jahr behandelt er das Thema "Büroakustik – gefangen zwischen Normen und Nutzern". Hier ein kleiner Auszug aus seinem Vortrag: Eine Vielzahl von Untersuchungen in den vergangenen Jahren hat eindeutig belegt, dass Lärmbeschwerden in Büroumgebungen weniger auf hohe Schalldruckpegel im Allgemeinen und damit auf Lärm im herkömmlichen Sinn, sondern vielmehr auf hohe Sprachverständlichkeit und mangelnde akustische Privatheit zurückzuführen sind. Dieses Ergebnis wird von einer jüngst veröffentlichten europäischen Untersuchung bestätigt [1]. Über den Zeitraum eines Jahres zwischen 2011 und 2012 wurden Daten von 7.441 Bürobeschäftigten aus 167 Bürogebäuden in Portugal, Spanien, Italien, Griechenland, Frankreich, Ungarn, den Niederlanden sowie Finnland gesammelt und ausgewertet. Die Zielsetzung bestand darin, die bauphysikalischen Ursachen von Problemen mit der Umweltqualität in Innenräumen zu identifizieren. Dabei zeigte sich, dass 47 % der Befragten sich über Lärmquellen im Inneren des Gebäudes beklagen, nämlich über Telefonate oder Gespräche von Kollegen, aber auch über Lärmemissionen von Druckern oder Kopiergeräten. Lärmemissionen von gebäudetechnischen Anlagen, wie Heizung, Lüftung und Klimatisierung, werden dagegen von nur 25 % der Beschäftigten störend empfunden. Von den 23 % der Beschäftigten, die den allgemeinen Komfort ihres Arbeitsplatzes insgesamt negativ beurteilten, nennen 59 % Lärm (nicht aus haustechnischen Anlagen) als Ursache. Dieser leise Lärm, wirkt nicht unmittelbar schädlich auf das Gehör (aurale Lärmwirkungen) sondern auf das Befinden, die Motivation oder die Leistung (extraaurale Lärmwirkungen).