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BFA-Jahreshauptversammlung: Brüssel und Adieu!

Am Freitag, den 15. Juli 2018 fand die diesjährige Jahreshauptversammlung der BFA in Brüssel statt. Dadurch hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die Mechanismen der Brüsseler Gesetzgebungsmaschine von Experten erläutert zu bekommen. Auch vollzog sich in Brüssel der Wechsel des ausscheidenden GF Helmut Bramann auf den neuen, Herrn Andres Götze.

BFA-Jahreshauptversammlung
Foto: TA

Bereits vor zwei Jahren war die Jahreshauptversammlung der Bundesfachabteilung Akustik und Ausbau in Brüssel angesetzt. Wegen der Terrorgefahr wurde sie seinerzeit kurzfristig nach Weimar verlegt.

Ca. 45 Teilnehmer hatten sich dieses Mal im Konferenzraum des Hotels Dominican eingefunden, um der letzten von Helmut Bramann geleiteten Veranstaltung beizuwohnen. Nach einleitendem Statement hatte er dann auch die Ehre, seinen Nachfolger in der BFA vorzustellen. Es ist Herr Andreas Götze, Dipl.-Ing. von Beruf und bislang bei einem französischen Dämmstoffhersteller tätig, der in Zukunft die Weichen im Trockenbau für den Verband stellen wird.

Was er auf seiner ersten Veranstaltung zu hören bekam, war ihm nach eigenen Aussagen nicht neu. Die Preise im Trockenbau lassen auch in 2018 deutlich zu wünschen übrig. An dieser seit Jahren beklagten Tatsache hat sich auch in diesem Jahr nicht geändert. Eher hat sich die Situation noch verschärft, weil der Tarifabschlüsse im Trockenbau für die Mittelständler unter den Anwesenden kaum noch zu bezahlen sind. Entsprechend pikiert war man über die Aussagen der eigenen Verbandsführung, dass die Preise am Markt weitergegeben werden könnten.  

Ebenfalls bizarr ist natürlich die Entwicklung von BIM. Alle sind sich einig, dass BIM „irgendwann“ einmal das Tagesgeschäft beherrscht, doch im Moment kann man allenfalls von einer Testphase sprechen. Einig war man sich, dass das Personal, das für die elektronische Steuerung einer Baustelle benötigt wird, den Preisdruck auf der Fachunternehmerseite noch einmal verschärfen wird.

Wie funktioniert Brüssel? Was als eigentlicher Höhepunkt der Versammlung angekündigt war, erwies sich dann in der folgenden halben Stunde als ein Durchgang durch ein parlamentarisches Labyrinth, bei dem die meisten der Anwesenden bereits nach kurzer Zeit den „roten Faden“ verloren hatten. Es blieb die nüchterne Erkenntnis: Das bei dem verfahrensrechtlichen Durcheinander überhaupt noch so etwas wie ein Erlass herauskommt, grenzt bereits an ein Wunder. Der eine oder andere der Teilnehmer gab auch schon vor Ende des übersichtlich gehaltenen Referates frühzeitig auf und ist „eine rauchen gegangen“. Wenn es dort ein Fazit gab, dann dieses: Nur wenn Bauhandwerk, Bauindustrie und Baustoffhandel dort mit einer Stimme sprechen, haben sie überhaupt eine Chance, gehört zu werden. Und wer geglaubt hat, dass es mit dem Ausscheiden Englands („Brexit“) in Brüssel vereinfacht weitergehen würde, sah sich nach dem Referat von Wolfgang Bärwinkel getäuscht. Zunächst einmal nimmt das Chaos an amtlicher Kraft noch einmal zu.

Für die Abendgala hatte der Sponsor der diesjährigen Veranstaltung, Wego, ein wundervolles altes ehemaliges Theater gebucht. In die Euphorie über das phantastische Ambiente mischte sich im Verlauf des Abends die Wehmut des Abschieds. Für Hauptgeschäftsführer Helmut Bramann war es die letzte Veranstaltung bei der BFA. „Ich habe mich hier 20 Jahre lang wohlgefühlt und gerne für diese Truppe gearbeitet“, lautete sein Dankeschön für die anerkennenden Worte der Vorsitzenden der BFA, Felizitas Skala. Eine Ära in der Bundesfachabteilung Akustik und Ausbau ist am 15.Juni 2018 zu Ende gegangen.

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