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Aus dem Erzgebirge

Am 6. September 2017 fand die 2. Vorstandssitzung des Jahres 2017 der RAL-Gütegemeinschaft in den Räumen der Elektrowerkzeuge Eibenstock GmbH im Erzgebirge statt. Im Zentrum der Vorstandssitzung standen die Merkblätter, die die Gütegemeinschaft unlängst entwickelt hat.

RAL-Gütegemeinschaft
Der Vorstand der RAL-Gütegemeinschaft Trockenbau in Eibenstock

Zur Vorstandssitzung in Eibenstock war der komplette Vorstand der RAL-Gütergemeinschaft Trockenbau (Stefanie Wäntig, Burkhard Okel, Stefan Biederbick, Karl Schlichter, Jochen Wolf u. Andreas Noll) erschienen. Nachdem man sich bei einem Rundgang durch die Fertigungsanlagen des Gastgebers Elektrowerkzeuge Eibenstock der Qualität der dort produzierten Elektrowerkzeuge überzeugt hatte, konnte man sich dem eigenen Qualitätsanspruch zuwenden. Wichtigstes Instrument einer solchen Qualitätssicherung bleibt nach wie vor die Fremdüberwachung der Baustellen durch die VHT. Doch inzwischen nehmen auch die Merkblätter der Gütegemeinschaft eine wichtige Rolle im Fächer der Sicherungsinstrumente ein. GF Andras Noll: „Wir waren schon im Vorfeld davon überzeugt, dass unsere Merkblätter ihren Weg durch die Branche nehmen würden. Umso mehr sind wir von der positiven Resonanz überrascht, die wir damit erzielt haben.“ In der Tat konnte man im Vorstand stolz darauf hinweisen, dass viele der Schriften von Marktteilnehmern kontinuierlich nachgefordert werden und einige bereits kurz vor dem Neudruck stehen.

Nicht weniger spannend verlief das gemeinsame Abendessen. Es dauerte nicht lange, da kreiste das Gespräch um zwei der wichtigsten Themen des Trockenbaus: Qualität und Nachwuchsmangel. Das aus dieser Diskussion mit dem Vorsitzenden der RAL-Gütegemeinschaft Karl Schlichter entstandene Interview lesen Sie in der kommenden Ausgabe von Trockenbau-Akustik.

Der folgende Tag begann mit einem Besuch des Vorstandes bei dem langjährigen Mitglied der RAL-Gütegemeinschaft, der Fa. Wäntig in Schneeberg. Das Unternehmen hat alle Wellenbewegungen des Trockenbaus in den neuen Bundesländern unmittelbar mitgemacht. Heute hat das Unternehmen 22 Beschäftigte und ist ständig auf der Suche nach Interessenten für eine Ausbildung im Trockenbau. Inzwischen bemüht man sich darum, einem Bewerber mit Migrationshintergrund den Weg durch die deutsche Ausbildungslandschaft zu ebnen – ein steiniger Weg. Auch hierzu führte die Redaktion ein Interview. Auch dieses finden Sie in der kommenden Ausgabe von Trockenbau-Akustik.

Insofern haben die beiden Tage im Erzgebirge das augenblickliche Dilemma der Branche von zwei Seiten beleuchtet. Qualität ist nach wie vor die Voraussetzung für Erfolg in der Branche. Die Industrie versucht das Thema „Qualitätssicherung“ mit Hilfe von Aufbauanleitungen, abP und Vollsortiment („Alles aus einer Hand“) zu übernehmen, und in den Fachunternehmen werden die personellen Lücken größer. Insofern lässt sich gut nachvollziehen, dass neben der Erarbeitung neutraler Unterlagen einer der Tagesordnungspunkte im (geschlossenen) zweiten Teil der Vorstandssitzung lautete: „Aktivitäten zur Gewinnung neuer Mitglieder“.