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Bauphysik
Schallschutz |
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Lärmbekämpfung in der Haustechnik
Leseprobe
2.1.15 Schallabsorption und Nachhallzeit
Bereits in Ziff. 2.1.6.1 Seite 13 wurde die Schallabsorption
im Zusammenhang mit der Wellenausbreitung vorgestellt. Die Eigenschaft von porösem
Stoffen, Schallwellen zu absorbieren (zu "schlucken"), hat zur Entwicklung
von umfangreichen Berechnungsverfahren für die Schallausbreitung in Räumen
geführt. An dieser Stelle können die wichtigsten Grundlagen nur im Überblick
vermittelt werden. 2.1.15.1 Absorptionsgrad αs
Der Absorptionsgrad αs ist eine wichtige
Größe für die raumakustische Planung. Mit ihm wird das Vermögen
eines Material, auftreffende Schallwellen zu absorbieren, angegeben. Der Absorptionsgrad αs
wird in einem sog. Hallraum (sehr halliger Raum mit schallharten Raumbegrenzungsflächen,
z.B. gekachelt) experimentell bestimmt und erreicht Zahlenwerte von 0 bis knapp
über 1. 2.1.15.2 Nachhallzeit T
Die Nachhallzeit ist die wichtigste Kenngröße in
der Raumakustik. Mit ihrer Hilfe kann man das Absorptionsverhalten eines Raumes
beurteilen. Die Nachhallzeit kann berechnet und (mit einigem Aufwand) auch gemessen
werden. Stellt man in einem geschlossenen Raum
eine Schallquelle und ein Mikrophon auf, so legen die Reflexionen über die
Raumbegrenzungsflächen einen längeren Weg zurück und treffen deshalb
später auf das Mikrophon als der Direktschall. Wird
die Schallquelle abgeschaltet, vermindert sich die beim Mikrophon gemessene Energie
zuerst um den Direktschall, dann kontinuierlich auch um die Reflexionen. Die im
Raum vorhandenen Reflexionen nehmen allmählich ab, bis die gesamte Energie
von den Begrenzungsflächen absorbiert ist. Die Zeitdauer dieses Vorganges
steht in einem direkten Zusammenhang mit dem Absorptionsvermögen des Raumes
und ist frequenzabhängig wie der Absorptionsgrad αs.
Sie wird als Nachhallzeit T
bezeichnet.
| Die Nachhallzeit T
wird definiert als diejenige Zeit, in der ein Schalldruckpegel nach beendeter
Schallsendung um 60 dB abfällt (auf den 10-6ten Teil.) |
Bei einer schlechten Raumakustik (ungenügende Absorption) ergibt
sich deshalb eine lange, bei einer guten Raumakustik (gute Absorption) eine kurze
Nachhallzeit. Die Nachhallzeiten werden üblicherweise in den Terzbändern
(100 - 5.000 Hz) angegeben.
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