Glossar: Fachlexikon


Fachlexikon

Abbrandgeschwindigkeit

Abbrandgeschwindigkeit nennt man die Geschwindigkeit, mit der Holz(balken) im Brandfall von Holz in Holzkohle übergeht und dabei seine Tragfähigkeit verliert. Die Brennbarkeit von Holz wird von verschiedenen Faktoren (wie z.B. Rohdichte, Holzart, Feuchtigkeitsgehalt, Verhältnis Oberfläche zu Volumen) bestimmt. Die Zündtemperatur liegt je nach Holzart bei 250° C bis 320° C. In diesem Temperaturbereich beginnt ein Zersetzungsprozess, der unter der Bildung von Holzkohle auch giftige und brennbare Gase freisetzt. Bei entsprechend langer Erwärmung findet eine Selbstentzündung bereits bei wesentlich geringeren Temperaturen (ca. 120° C) statt. Durch die Bildung einer Holzkohlen-Schicht an der Oberfläche des Holzes (die eine Schutzschicht für das darunterliegende Holz bildet) liegt die mittlere Abbrandgeschwindigkeit für Nadelholz bei ca. 0,65 bis 0,7 mm/min.

Quelle: Bundesarbeitskreis Trockenbau (Hg.): InfoTechnik BS 1 Brandschutz. Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen, Berlin 2001, S. 10

Quelle:Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Abhänger, Direkt-

Ein Direkt-Abhänger ist ein Bauteil sowohl zur Befestigung von abgehängten Holz-, als auch Metalldecken an der Rohdecke. Die Befestigung erfolgt an der Rohdecke. Ein Höhenausgleich ist nicht möglich.





Abhänger, Nonius-

Ein Nonius-Abhänger ist ein Bauteil zur Befestigung von abgehängten Decken an der Rohdecke. Der Abhänger besteht aus dem Nonius-Hänger-Oberteil, dem Nonius-Hänger-Unterteil und der Nonius-Klammer. Mit diesen Komponenten ist ein Höhenausgleich einstellbar.

Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Abschottung

Eine Abschottung dient der brandschutztechnischen Unterteilung von Gebäuden, Gebäudeteilen mit Trennwänden, Feuerschutzabschlüssen usw. Sie bildet Brandabschnitte und muss bei Rohrdurchführungen in andere Brandabschnitte vorhanden sein. Üblicherweise bestehen Abschottungen aus Mineralwolle-Elemente oder Gipskarton-Platten.

Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Absorberschott

Dämmstoff-Paket aus Mineralwolle, das die Schallübertragung über Hohlräume oberhalb von Unterdecken oder unterhalb von Doppelböden im Bereich von Trennwänden reduziert. Quelle: Bundesarbeitskreis Trockenbau (Hg.): InfoTechnik SS 1/2 Schallschutz. Begriffe, Definitionen, Erläuterungen, Anforderungen, Bonn 1994

Absorptionsfläche

Bei der Ermittlung des Luftschalldämmmaßes eines Bauteils nach DIN 52210 wird zum Schallpegelunterschied zwischen den angrenzenden Räumen ein Betrag hinzugezählt, der aus dem Quotienten aus der Bauteilfläche und der äquivalenten Schallabsorptionsfläche (10 m²) des Empfangsraumes besteht. Formelzeichen: A Einheit: m² Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Akustikvlies

Rückseitig auf Deckenplatten aufkaschiertes Fasermaterial, das schalldämmende Eigenschaften besitzt.

alkalisch (basisch)

Umgangssprachlich: "seifig". Der Begriff bezieht sich auf wässrige Lösungen und sagt etwas über das Verhältnis von Hydronium-Ionen (H+) und Hydroxidionen (OH-) in der Lösung aus. Alkalisch ist eine Lösung, wenn Hydroxid-Ionen (OH-) in einer größeren Mengen als Hydroniumionen (H+) anwesend sind. Lösungen dieser Stoffe schmecken bitter, wirken ätzend und machen die Haut schlüpfrig. Die Maßeinheit für das H+/OH--Verhältnis ist der pH-Wert. Alkalische Lösungen haben einen pH-Wert > 7, saure Lösungen haben einen pH-Wert < 7, neutrale Lösungen, zum Beispiel H2O, haben einen pH-Wert = 7; Gips beispielsweise reagiert mit Wasser stark alkalisch. Dies hat dazu geführt, das alte Gipsbauplatten als Sondermüll gelten, und nicht wiederverwendet werden können. siehe auch sauer.

Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung

Verfahren zum Nachweis der Verwendbarkeit von nicht geregelten Bauprodukten und Bauarten im bauaufsichtlichen Bereich. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis

Bauprodukte, deren Verwendung nicht der Erfüllung erheblicher Anforderungen an die Sicherheit baulicher Anlagen dient oder die nach allgemein anerkannten Prüfverfahren beurteilt werden, bedürfen anstelle einer Allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung nur eines Allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnisses. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Anerkannte Regel der Technik (ARdT)

Über allen technischen Anforderungen stehender Rechtsbegriff, der im Zweifelsfall von einem Gericht auszulegen ist. Eine ARdT ist dann anzunehmen, wenn Übereinstimmung in der wissenschaftlichen Forschung besteht, Bekanntheit und Richtigkeitsüberzeugung in den einschlägig vorgebildeten, auf dem neuesten Kenntnisstand befindlichen Technikerkreisen vorhanden sind und Langzeitbewährungen in der Anwendung bestehen. Sie muss nicht unbedingt schriftlich vorliegen. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Anhydrid

Anhydrid ist die umgangssprachliche Bezeichnung für den chemischen Begriff Säureanhydrid. Dieser Begriff bezeichnet den Stoff, der ensteht, wenn man mittels einer chemischen Reaktion einer Säure "Wasser entzieht". Anhydrid ist nicht zu verwechseln mit Anhydrit!

Anhydrit

Anhydrit ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die Kristallwasserfreie Form des Calciumsulfates CaSO4. Anhydrit ist nicht zu verwechseln mit Anhydrid.

Ankerhänger

Ein Ankerhänger, auch Winkelanker genannt, ist ein Bauteil zur Befestigung von abgehängten Metalldecken an der Rohdecke. Der Anker ist so ausgeformt, dass er in ein in der Regel 60 mm starkes Metallprofil eingeklinkt werden kann.

Ansetzgips

Ansetzgips ist ein Stoffgemisch auf Gipsbasis zur Befestigung von GK-Platten als Trockenputz auf bestehenden Wänden. Durch die Beimengung bestimmter Zusätze benötigt Ansetzgips mehr Zeit als reiner Gips zum Aushärten (dadurch lässt er sich einfacher verarbeiten). Zudem besitzt er eine höhere Haftung als reiner Gips.

äquivalent

gleichwertig, wertentsprechend

Außenluftrate, Außenluftstrom

Die Außenluftrate ist diejenige Außenluftmenge je Stunde und Person, die in einen Raum geleitet werden muss, um den notwendigen Sauerstoffgehalt der Atemluft in einem Aufenthaltsraum zu gewährleisten. Sie beträgt normalerweise 20 - 50 m³/h pro Person. Verschiedene Möglichkeiten stehen dazu zur Verfügung: Je nach Konstruktionsweise ist die Variante der natürlichen Lüftung über Fenster nicht immer gegeben. In diesem Falle gibt es verschiedene technische Lösungen (Klimaanlage, Kombination von Lüftungsanlagen und Kühldecken), die eine Frischluftzufuhr gewährleisten. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Bandrasterdecke

Eine Bandrasterdecke ist eine Variante einer abgehängten Metalldecke. In ein Gerüst aus Längs-und Querprofilen sind dabei Kassetten aus Mineralfaserplatten, Metallplatten oder Platten aus anderen Materialien eingehängt. Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen abgehängten Decke, bei der Längs- und Querprofile aus den selben Profilen bestehen und in gleicher Weise sichtbar sind, haben bei einer Bandrasterdecke die Profile unterschiedliche Formate. Ein (in der Regel) nicht sichtbares Aussteifungsprofil gibt den eingelegten Platten die nötige Stabilität, während das sichtbare Bandrasterprofil die Tragfunktion übernimmt und auch das Design der Decke maßgeblich beeinflusst. Quelle: Odenwald Faserplattenwerke, Amorbach

Bauart

Unter einer Bauart versteht man Verfahren (z.B. Trockenbau, Mauerbau) mit denen Bauprodukte zu baulichen Anlagen zusammengefügt werden. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Bauaufsichtliche Einführung

Erlass der Obersten Baufaufsichtsbehörden, mit denen Technische Regelwerke allgemein bekannt gemacht werden. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Baufeuchte

Diejenige Feuchte, die die Baustoffe eines Bauwerks aufweist. Die Feuchte kann dabei durch Herstellungsverfahren, Transport, Zwischenlagerung in die Baustoffe eingetragen worden sein. Ein unzureichender Schutz des Rohbaus gegen Nässe kann ebenso zu Baufeuchte führen.

Baugenehmigung

Zur Errichtung, Änderung und zum Abbruch baulicher Anlagen erstellte Genehmigung der Bauaufsichtsbehörde, die zum Ausdruck bringt, dass das beantragte Bauvorhaben im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben steht. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Bauliche Anlage

Mit dem Erdboden verbundene, aus Bauprodukten hergestellte Anlage. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Bauprodukt

Baustoffe und Bauteile, die dazu dienen, dauerhaft in bauliche Anlagen eingebaut zu werden. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Bauproduktengesetz

Bundesgesetz, welches in Übereinstimmung mit europäischem Recht das Inverkehrbringen und den freien Warenverkehr von Bauprodukten regelt. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Bauregelliste A Teil 1

Auflistung von Bauprodukten, die den bekannten Technischen Regelwerken entsprechen. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Bauregelliste A Teil 2

Auflistung von Bauprodukten, die den bekannten Technischen Regelwerken nicht entsprechen und deren Verwendung nicht der Erfüllung erheblicher Anforderungen an die Sicherheit von baulichen Anlagen dient. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Bauregelliste B

Liste, in denen die Landesbauordnungen im Übereinstimmung mit dem europäischen Recht diejenigen Normen und Leistungsanforderungen definieren, die Bauprodukte erfüllen müssen. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Baustoffklasse

Die Baustoffklasse dient der Einteilung von Baustoffen bezüglich ihres Brandverhaltens nach DIN 4102-1. Ihre Kennzeichnung erfolgt durch die Buchstaben A und B und durch die Ziffern 1 bis 3.
A1 = nichtbrennbarer Baustoff ohne oder mit nur sehr geringen brennbaren Bestandteilen;
A2 = nichtbrennbarer Baustoff mit geringen brennbaren Bestandteilen;
B1 = brennbarer Baustoff mit schwerentflammbaren Eigenschaften;
B2 = brennbarer Baustoff mit normalentflammbaren Eingeschaften;
B3 = brennbarer Baustoff mit leichtentflammbaren Eingenschaften (bauaufsichtlich als Baustoff nicht verwendbar). Siehe auch Feuerwiderstandsklasse.

Im Zuge der Harmonisierung europäischer Normen hat der europäische Ständige Ausschuss für das Bauwesen eine CE-Kennzeichnung erlassen, in die die deutschen Bezeichnungen wie folgt eingehen:
Die deutschen Baustoffklassen A1 und A2 entsprechen den gleichlautenden europäischen Bezeichnungen.
Die deutsche Baustoffklasse B1 wird auf europäischer Ebene in die Klassen B und C aufgeteilt.
Die deutsche Baustoffklasse B2 wird in die Klassen D und E aufgeteilt.
Die Produkte, die unter der deutschen Bezeichnung B3 nicht als Baustoffe zugelassen sind, werden zukünftig mit der Baustoffklasse F bezeichnet.
Grundlage für die Einordnung und Festlegung der Grenzwerte ist die Zeitspanne bis zum Erreichen des gefährlichen Flash-over. Produkte der Euroklasse A1, A2 und B führen nicht zum Flash-over, bei Produkten der Klassen C bis F tritt dieser jedoch früher oder später auf, bei Klasse D innerhalb von 10 Minuten und bei Klasse E sogar innerhalb von nur 2 Minuten.

Quelle:
Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Bautechnische Nachweise

Nachweis von Standsicherheit, Brandschutz, Schallschutz und Wärmeschutz einer baulichen Anlage, die die rechtlichen Anforderungen erfüllen. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Behaglichkeit

Als physiologische Behaglichkeit ist die Behaglichkeit die Summe der Umweltbedingungen in einem Raum, die die körperliche Behaglichkeit des Menschen beim Wohnen und Arbeiten beeinflusst. Sie wird als objektiver Maßstab aus thermischen, lufthygienischen, optischen und akustischen Anforderungen bestimmt. Die Umweltbedingungen in einem Raum können sein: Lufttemperatur, mittlere Strahlungstemperatur, Luftbewegung, Luftfeuchtigkeit, Oberflächentemperaturen, Luftwechsel, Luftreinheit/Luftqualität und der Geräuschpegel. Unter der thermischen Behaglichkeit versteht man die Wärmeverhältnisse in einem Wohn- oder Arbeitsraum, die die körperliche Behaglichkeit des Menschen beeinflussen. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Belegungsdichte

Belegungsdichte ist ein Begriff zur Technik der Kühldecken. Sie gibt den Anteil der aktiven (der kühlenden) Kühldeckenfläche an der gesamten Deckenfläche einer Kühldecke wieder. (Werte über 75 % sind selten erreichbar, da Stützen, Säulen, und ungewöhnliche Raumgeometrien die Montage von mehr Kühlelementen nicht zulassen).

Belüftungssystem

siehe Lüftungsanlage

Bewerteter Norm-Trittschallpegel Ln,w

siehe Norm-Trittschallpegel

Bewertetes Schalldämm-Maß Rw

Das Schalldämm-Maß eines Raumteils ist abhängig von der Frequenz des auftreffenden Schalls. Durch Vergleich der Kurve des Schalldämm-Maßes R mit der Bezugskurve erhält man mit Rw eine gemittelte Einzelangabe. Damit existiert im Vergleich zu R - bei dem in Einzelschritten der bauakustische Frequenzbereich von 100 Hz bis 3.150 Hz komplett durchgemessen wird - eine Einzelangabe. Auf diese Weise kann für jedes Bauteil ein charakteristischer Mittelwert bestimmt werden. Bewertete Schalldämm-Maße sind in der Regel um 2 dB höher als Schalldämm-Maße R. Rw bezeichnet nur die Schallübertragung des gemessenen Bauteils ohne Flankenübertragung. Am Bau oder im Labor mit bauähnlicher Flankenübertragung ermittelte bewertete Schalldämm-Maße bezeichnet man mit R`w. Formelzeichen: Rw Einheit: Dezibel (dB) Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Bewertetes Schalldämm-Maß R'w

Bei der Ermittlung des Schalldämm-Maßes Rw als Mittelwert wird beim R´w die Schallübertragung durch flankierende Bauteile mitberechnet. Siehe auch Bewertetes Schalldämm-Maß Rw Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Bewertetes Schall-Längsdämm-Maß RL'w

Siehe Schall-Längsdämm-Maß RL. Im Gegensatz zu diesem aber Mittelung des Wertes anhand der Bezugskurve. Damit existiert im Vergleich zu RL - bei dem in Einzelschritten der bauakustische Frequenzbereich von 100 Hz bis 3.150 Hz komplett durchgemessen wird - eine Einzelangabe. Auf diese Weise kann für jedes Bauteil ein charakteristischer Mittelwert bestimmt werden. Formelzeichen: RL,w Einheit: Dezibel (dB) Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Bezugskurve

Eine Bezugskurve ist ein in Abhängigkeit von der Frequenz festgelegter Linienzug zur Bewertung des Schalldämm-Maßes und des Norm-Trittschallpegels. Schalldämmende Eigenschaften von Bauteilen werden normalerweise durch das Schalldämm-Maß angegeben. Dabei wird über einen bestimmten Frequenzbereich gemessen und man erhält im Ergebnis eine Zahlenfolge. Um für jedes Bauteil einen charakteristischen Einzelwert angeben zu können, wird das Schalldämm-Maß in Bezug zur vorher definierten Bezugskurve gesetzt. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001 Definition des bewerteten Schalldämm-Maßes Rw B Bezugskurve nach DIN 52 210 Teil 4 Bv verschobene Bezugskurve M Meßwerte ü zulässige mittlere Unterschreitung von 2 dB Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Biegeweiche Schale

siehe Vorsatzschale

Blower-Door-Messung

Die Blower-Door-Messung ist ein Verfahren zur Überprüfung der Luftdichtheit von Dachstühlen, Holzhäusern und Profilhäusern. Dabei wird der zu überprüfende Raum komplett abgedichtet und mit Hilfe einer Pumpe ein Unterdruck erzeugt. Dadurch wird erreicht, dass an undichten Stellen Aussenluft in das Bauteil einströmt. Mit Hilfe eines einfachen Rauchdetektors (Zigarette, Räucherstab) kann die einströmenden Luft sichtbar gemacht werden und das Leck abgedichtet werden. Das Verfahren wurde als Ergebnis zahlreichen Bauschäden im Holzbau entwickelt. Immer wieder nämlich sorgten undichte Stelle in hölzernen Bauteilen für das Eindringen von Luftfeuchtigkeit und, damit verbunden, die Beschädigung des Bauteiles. Viele Dachstühle wurden in der Vergangenheit auf diese Weise frühzeitig zu Sanierungsfällen. Der Blower-Door-Test gibt Handwerkern und Hausherren die Sicherheit, das die durchgeführten Arbeiten sachgerecht sind.

Bodendralldurchlass

Ein Bodendralldurchlass ist ein Luftdurchlass zur Erzeugung einer Schichtenströmung. Diese Art von Durchlässen werden in der Regel in Kombination mit einer Kühldecke installiert. Bei diesen modernen Raumklimatisierungskonzepten sind die Systeme zur Erwärmung der Luft und zum Austausch der Luft voneinander getrennt. Eine Kombination von Kühldecke und Luftauslass arbeitet umweltschonender und für die Benutzer behaglicher als herkömmliche Klimaanagen, bei denen Lufterwärmung und -austausch in einem technischen System vereint sind. Quelle: Kranzt-TKT (Hg.): Kühldeckentechnologie, Aachen

Brand

Unter einem Brand versteht man ein nicht bestimmungsgemäßes Brennen, das sich unkontrolliert ausbreiten kann (DIN 14 011). Brände haben eine Vielzahl von Ursachen. Im Bereich des Bauens sind diese durch fehlerhafte Brandschutzsysteme nicht selten hausgemacht. Die Erfahrungen aus Brandschäden zeigen, dass circa 60 % der Schwachstellen aus Planungsfehlern resultieren, cira 30 % auf Ausführungsfehler zurück zu führen sind und Materialfehler mit circa 10 % die geringsten Auswirkungen haben. Siehe auch Feuerwiderstandsklasse. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001 und Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Brandabschluss

Unter einem Brandabschluss versteht man ein tragendes oder nichttragendes Bauteil (z.B. Wand), das den Raumabschluss eines Brandabschnittes bildet. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Brandabschnitt

Hierunter versteht man die Unterteilung von Gebäuden in Abschnitte. Diese müssen in der Lage sein, den Übertritt von Feuer und Rauch zu verhindern. Dazu werden die enstsprechenden Bauteile in Feuerwiderstandsklassen eingeteilt, um den Übertritt von Feuer und Rauch über einen definierten Zeitraum hinweg zu unterbinden. Die Strategie, Gebäude in einzelne Abschnitte zu unterteilen, soll dazu beitragen, entstehende Brände auf Teile des Gebäudes zu beschränken. Auf diese Weise bleiben auch trotz möglicherweise verherrender Brände Teile des Gebäudes unbeschädigt. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Brandklasse

Einteilung verschiedener Brände in Abhängigkeit von den brennenden Stoffen. Klasse A: Brände fester Stoffe; Klasse B: Brände flüssiger Stoffe; Klasse C: Brände von Gasen; Klasse D: Brände von Metallen. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Brandlast

Die Brandlast ist die Summe der Verbrennungwärme aller an dem Verbrennungsort vorhandenen Stoffe. Dazu zählen sowohl die Bauteile als auch die komplette Inneneinrichtung eines Raumes. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Brandmeldeanlage

Eine Brandmeldeanlage ist eine technische Anlage, die die Signale von Brandmeldern selbständig auswertet. Sie dient dazu, Brände in einem Gebäude frühzeitig zu entdecken damit Gegenmaßnahmen schneller eingeleitet werden können. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Brandmelder

Ein Brandmelder ist Teil einer Anlage, die physikalische und/oder chemische Parameter auswertet, um eigenständig einen Brand zu erkennen. Dies erfolgt in einem festgelegtem zeitlichem Rhythmus. Je nach Größe eines Gebäudes befindet sich darin eine unterschiedlich große Anzahl von Brandmeldern. Die Daten werden in der Zentrale der Brandmeldeanlage zusammengefasst, damit dort Maßnahmen gegen einen Brand eingeleitet werden können. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Brandnebenerscheinung

Eine Brandenbenerscheinung ist eine Begleiterscheinung eines Brandes. Für gewöhnlich sind dies Rauch und Rauchgase. Eine große Zahl von Brandopfern kommen nicht durch direkte Feuereinwirkung zu Schaden, sondern durch die Einwirkung eben dieser Brandnebenerscheinungen.

Brandschacht-Versuch

Der Brandschacht ist eine Vorrichtung zur Prüfung des Brandverhaltens von Baustoffen. Er besteht aus einem senkrecht stehendem Gehäuse mit quadratischen Querschnitt. Von unten wird Luft eingeblasen, oben Rauchgase abgeführt. Im Schacht befindet sich ein Brenner, mit dem Stoffproben in Brand gesetzt werden. Somit ist es möglich, das Brandverhalten von Stoffen unter gleichbleibenden Bedingungen zu ermitteln und damit vergleichbar zu machen. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Brandschutz

Maßnahmen zur Verhütung der Entstehung und Ausbreitung von Schadensfeuer bezeichnet man als Brandschutz. Die Anforderungen beziehen sich auf die bauliche Gestaltung und die Eigenschaften von Baustoffen und Bauteilen. In unterschiedlichen Brandschutzklassen werden je nach Verwendungszweck von Baustoffen oder Bauteilen unterschiedliche Anforderungen definiert.

Brandschutzabschottung

Vorkehrungen gegen Brandübertragung in Installationsschächten u.ä. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Brandschutzglas

Ein- oder mehrschichtige Gläser, ähnlich dem Isolierglas. Der Glaszwischenraum enthält eine transparente Füllmasse. Beim Zerspringen der Scheibe aufgrund von Hitzeeinwirkung quillt diese Füllmasse auf und verzögert durch ihre nichtbrennbaren Eigenschaften die Brandweiterleitung. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Brandschutzklasse

Einordnungsstufen zur Festlegung von bauordnungsrechtlichen Anforderungen an den geforderten Brandschutz. Siehe auch Feuerwiderstandsklasse.

Brandschutztüre

Eine Tür die, entsprechend den Feuerwiderstandsklassen (z.B. T30), einen Brandabschnitt für einen bestimmten Zeitraum abschottet. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Brandschutzverglasung F

Ein transparentes Bauteil in horizontaler, vertikaler oder diagonaler Anordnung, das aufgrund seiner Feuerwiderstandsklasse in der Lage ist, die Ausbreitung von Feuer, Rauch und Wärmestrahlung in den nächsten Brandabschnitt zu verhindern. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001 Brandschutzverglasung F30 Brandschutzverglasung F90 Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Brandschutzverglasung G

Ein transparentes Bauteil in horizontaler, vertikaler oder diagonaler Anordnung, das aufgrund seiner Feuerwiderstandsklasse in der Lage ist, die Ausbreitung von Feuer und Rauch in den nächsten Brandabschnitt zu verhindern. Im Gegensatz zur F-Verglasung kann die G-Verglasung die Ausbreitung der Wärmestrahlung nur behindern, nicht aber unterbinden. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001 Brandschutzverglasung G30 Brandschutzverglasung G90 Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Brandverhalten

Verschiedene Baustoffe und Materialien zeigen ein unterschiedliches Verhalten bei Feuer. Um dieses Verhalten und mögliche Folgen bei einem Bauvorhaben abschätzen zu können, definiert das Baurecht verschiedene Baustoffklassen. Hier sind die Materialien aufgelistet und können nach den jeweiligen Anforderungen ausgewählt werden.

Brandvorgang

Chemischer Vorgang in Erscheinung einer raschen Oxidation. Damit eine Flamme ensteht, müssen ein brennbarer Stoff, das Element Sauerstoff und das Erreichen der jeweiligen Entzündungstemperatur gegeben sein. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Brandwand

Eine Brandwand ist eine feuerbeständige Wand mit ausreichender Dicke, um bei einem Brand die Standsicherheit nicht zu verlieren. Sie dient somit zur Schaffung eines Brandabschnittes. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001 Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Brandweiterleitung

Die Ausbreitung von Flammen im Brandfalle aufgrund des Mitbrennens/Glimmens von ursprünglich nicht betroffenen Teilen bezeichnet man als Brandweiterleitung. Diese stellt ein hohes Gefahrenpotential dar und muss durch bauliche Maßnahmen unterbunden werden.

Calciumsilikat-Platte

Calciumsilikatplatten werden aus den chemischen Verbindungen Calcium- und Siliciumoxid (Kalkstein und Sand) hergestellt. Weitere mineralische Füllstoffe und Fasern (z.B. Zellulose) zur Armierung werden in einem Preßvorgang zu einer Platte hochverdichtet. Diese Platten dienen hauptsächlich als Bekleidung von Bauteilen mit Brandschutzanforderungen (eingeordnet in Baustoffklasse A1). Es gibt Platten mit verschiedenen Rohdichten. Diese bestimmt die Eigenschaften. So sind Biegefestigkeit und Dämmleistung von der Dichte abhängig. Alle Calciumsilikatplatten sind hoch temperaturbeständig, dauerhaft wasserfest (beständig gegen Schimmelbefall) und auch bei dauerhafter Durchfeuchtung frei von Verzug.

Calciumsulfat

Caliumsulfat ist der Name eines Salzes der Schwefelsäure, chem. Formel: CaSO4. siehe auch Gips.

Celsius

Einheit der relativen Temperaturskala (C) mit den Eckpunkten 0° C (Schmelzpunkt von Wasser bei Normdruck) und 100° C (Siedepunkt von Wasser bei Normdruck).

CW-Profil

Ein CW-Profil ist ein Ständerprofil aus Metall zur Konstruktion von nichttragenden Montagewänden (Ständerwänden) oder Decken. CW-Profile bestehen aus 0,6 mm bis 1,0 mm dicken Blechen und haben einen U-förmigen Querschnitt. Zur Aussteifung sind sie am Ende der Profilflansche abgekantet und umgebördelt. Sie werden senkrecht verbaut und dabei in UW-Profile passgenau eingestellt. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

D 111

Kurzbezeichnung für eine Gipsplatten-Decke der Firma Knauf. Die Decke hat eine Holz-Unterkonstruktion.

D 112

Kurzbezeichnung für eine Gipsplatten-Decke der Firma Knauf. Die Decke hat eine Metall-Unterkonstruktion aus CD 60/27-Profilen.

D 113

Kurzbezeichnung für eine Gipsplatten-Decke der Firma Knauf. Die Decke hat eine niveaugleiche Metall-Unterkonstruktion aus CD 60/27-Profilen.

D 116

Kurzbezeichnung für eine Gipsplatten-Decke der Firma Knauf. Die Decke hat eine Metall-Unterkonstruktion aus UA 50/40-Profilen und CD 60/27-Profilen.

D 123

Kurzbezeichnung für eine Akustik-Decke der Firma Knauf. Die Decke hat eine Metall-Unterkonstruktion aus CD 60/27-Profilen und ist feuerhemmend nach F30 A.

D 125

Kurzbezeichnung für eine Akustik-Decke der Firmen Knauf und Sto. Die auf einer Metallunterkonstruktion befestigte Decke besteht aus einem Verbund von GK-Lochplatte, GK-Streifen und einer Füllung der Hohlräume mit Mineralwolle und Melaminharzschaum.

D 127

Kurzbezeichnung für eine Lochplattendecke der Firma Knauf. Die Lochungen können dabei in verschiedenen Durchmessern und Größen ausgeführt sein.

D 128

Kurzbezeichnung für eine Schlitzplattendecke der Firma Knauf. Die Schlitzungen können dabei in verschiedenen Durchmessern und Formen ausgeführt sein.

D 141

Kurzbezeichnung für eine Kassetten-Decke der Firma Knauf. Die Decke hat eine Holzunterkonstruktion.

D 145

Kurzbezeichnung für eine Kassetten-Decke der Firma Knauf. Die Montage erfolgt auf einer abgehängten, sichtbaren T-Schienenkonstruktion mit Schattenfuge.

D 146

Kurzbezeichnung für eine Kassetten-Decke der Firma Knauf. Die Montage erfolgt auf einer abgehängten, sichtbaren T-Schienenkonstruktion ohne Schattenfuge.

D 147

Kurzbezeichnung für eine Kassetten-Decke der Firma Knauf. Die Montage erfolgt auf einer abgehängten, verdeckten T-Schienenkonstruktion.

D 161

Kurzbezeichnung für ein Deckenschott der Firma Knauf. Das Schott ist in verschiedenen Abmessungen konstruiert.

D 610

Kurzbezeichnung für eine Dachgeschoßbekleidung der Firma Knauf ohne Unterkonstruktion. Die Erstellung kann mit verschiedenen Plattentypen, -stärken und Feuerschutzanforderungen erfolgen.

D 611

Kurzbezeichnung für eine Dachgeschoßbekleidung der Firma Knauf mit Holz-Unterkonstruktion. Die Erstellung kann mit verschiedenen Plattentypen, -stärken und Feuerschutzanforderungen erfolgen.

D 612

Kurzbezeichnung für eine Dachgeschoßbekleidung der Firma Knauf mit Metall-Unterkonstruktion. Die Erstellung kann mit verschiedenen Plattentypen, -stärken und Feuerschutzanforderungen erfolgen.

D 613

Kurzbezeichnung für eine Dachgeschoßbekleidung der Firma Knauf mit Metall-Unterkonstruktion (Federschiene). Die Erstellung kann mit verschiedenen Plattentypen, -stärken und Feuerschutzanforderungen erfolgen.

Dämmstoff

Baustoff mit geringer Rohdichte, der aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung und/oder physikalischen Struktur (offene Poren) Wärme- oder Schalleinwirkungen auf Gebäude und Bauteile günstig beeinflusst. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Dämmstoffe, Faser

Faser-Dämmstoffe bestehen aus künstlichen oder natürlichen Fasern. Künstliche Fasern können aus Stein-, Glas- oder Schlackenschmelze hergestellt werden. Als natürliche Fasern werden z.B. Kokos- oder Holzfasern verwendet. Ein besonderes Problem der natürlichen Fasern ist die Standfestigkeit und Haltbarkeit der Bio-Fasern. Je nach Hersteller müssen die Platten mit Chemikalien (z.B. Bor-Salze) nachbehandelt werden, um die selbe Haltbarkeit wie Platten aus künstlichen Fasern zu erlangen.

Dämmstoffe, Schaum

Schaum-Dämmstoffe bestehen aus chemisch hergestellten organischen Verbindungen mit geschlossenporiger Struktur. Gängige Ausgangsmaterialien und deren Kurzzeichen sind: Polystyrol (PS), Polyurethan (PUR), Partikelschaum (EPS) und Extruderschaum (XPS).

Dampfsperre

Die Dampfsperre als Bauteilschicht begrenzt oder verhindert das Eindringen von Wasserdampf infolge von Wasserdampfdiffusion in das Bauteil. Als baupraktisch dampfdicht bezeichnet man eine Baustoffschicht, deren Diffusionswiderstand sD > 1500 m ist (Dampfsperre). Ein Baustoff mit dem Diffusionswiderstand 2 m < sD < 1500 m wird als Dampfbremse bezeichnet.

Decke

Oberer Abschluß eines Raumes, der Anforderungen an den Brandschutz, Schallschutz und Wärmeschutz erfüllen muss.

Deckenluftdurchlass

Ein Deckenluftdurchlass ist ein Luftdurchlass zur Erzeugung einer turbulenten Mischströmung. Diese Art von Durchlässen werden in der Regel in Kombination mit einer Kühldecke installiert. Bei diesen modernen Raumklimatisierungskonzepten sind die Systeme zur Erwärmung der Luft und zum Austausch der Luft voneinander getrennt. Eine Kombination von Kühldecke und Luftauslass arbeitet umweltschonender und für die Benutzer behaglicher als herkömmliche Klimaanagen, bei denen Lufterwärmung und -austausch in einem technischen System vereint sind. Quelle: Krantz-TKT (Hg.): Kühl- und Heizsysteme, 1.2 Kühldecken, Aachen

Dehnungsfuge

Eine Dehnungsfuge ist eine Fuge, die der natürlichen temperaturabhängigen Volumenänderung von Bauteilen Raum gibt. Zum Beispiel bei GK-Wänden müssen ab einer bestimmten Fläche Dehnungsfugen eingesetzt werden, um Spannungen im Plattenmaterial zu verhindern.

Dehnungsfuge

Eine Dehnungsfuge ist eine Fuge, die der natürlichen temperaturabhängigen Volumenänderung von Bauteilen Raum gibt. Zum Beispiel bei GK-Wänden müssen ab einer bestimmten Fläche Dehnungsfugen eingesetzt werden, um Spannungen im Plattenmaterial zu verhindern.

Dehydratation (Dehydratisierung)

Abspaltung von Wasser aus einer chemischen Verbindung. Gips existiert in verschiedenen Hydrat-Stufen (z.B. Stuckgips, Putzgips, usw.). Siehe auch Dehydration

Dehydration (Dehydrierung)

Abspaltung von Wasserstoff aus einer chemischen Verbindung. Siehe auch Dehydratation

Dezibel

siehe Schallpegel

Diffusionswiderstand

Der Diffusionswiderstand ist die Eigenschaft eines Bauteils, die Wasserdampfdiffusion zu behindern.

DIN 4102

Die DIN 4102 ist ein technisches Regelwerk des Deutschen Instituts für Normung zur Erbringung von Brandschutz.

DIN 4108

Technisches Regelwerk des Deutschen Instituts für Normung zur Erbringung von Wärmeschutz. Sie fordert Mindestwerte des Wärmedurchlaßwiderstandes zum Schutz des Menschen vor thermisch und hygienisch unzumutbaren Zuständen und zum Schutz der Baukonstruktion vor Schäden.

DIN 4109

Technisches Regelwerk des Deutschen Instituts für Normung zur Erbringung von Schallschutz im Hochbau

Echo

Bei der Schallübertragung kann der Schall das Medium z.B. von gasförmig nach fest wechseln. Ein Teil des Schalls wird aber in der Regel beim Übergang reflektiert und zum Ausgangspunkt zurückgestrahlt. Diesen Effekt nennt man Echo.

Eigenfrequenz f0

Alle Systeme, deren Aufbau sich aus Feder und Masse zusammensetzt, sind schwingungsfähig. Sie können durch auftreffende Schwingungen angeregt werden, was dann zur Schwingung in der dem System eigenen Frequenz führt. Ist die Eigenfrequenz gleich der Frequenz der auftreffenden Schwingung führt dies zu einer Resonanz. Diese Resonanz verringert die schalldämmenden Eigenschaften des Systems erheblich. Quelle: Bundesarbeitskreis Trockenbau (Hg.): InfoTechnik SS 1/2 Schallschutz. Begriffe, Definitionen, Erläuterungen, Anforderungen, Bonn 1994

Einheits-Temperaturzeitkurve

In einem Versuchsaufbau wird ein genormter Temperaturverlauf, der der Einteilung von Baustoffen in Feuerwiderstandsklassen dient, definiert. Der zu prüfende Baustoff wird über einen bestimmten Zeitraum einer bestimmten Erwärmung ausgesetzt (festgelegt in DIN 4102 Teil 2). Über den in der Einheits-Temperaturzeitkurve festgelegten Zeitraum wird der statische und raumabschließende Funktionserhalt geprüft.

E-Kanal

E-Kanäle sind Kabel- oder Installationsschächte mit Bedeutung für den Brandschutz. Sie sichern bei einem von außen einwirkenden Brand den Funktionserhalt der im Inneren des Kanals verlegten Leitungen und schützen so z.B. elektrische Leitungen vor den Auswirkungen eines Umgebungsbrandes. Ein E-Kanal muss über einen bestimmten Zeitraum die Funktion der in ihm befindlichen Leitungen gewährleisten. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Elektrische Leistung

Leistung ist die pro Zeiteinheit verrichtete Arbeit (im physikalischen Sinne sind Energie oder auch Wärme mit der Arbeit gleichzusetzen). Einheit: 1 Watt (W) = 1J/s = 1Nm/s

Energie

Energie ist die Fähigkeit, Arbeit zu leisten. Sie kann in unterschiedlichen Formen auftreten, z.B. als Bewegungsenergie, elektrische Energie oder Wärmeenergie. Energie kann von einer Form in eine andere umgewandelt werden, sie kann aber nie erzeugt oder vernichtet werden. Auch bei der Umwandlung von mechanischer Energie in Wärmeenergie wird aus einer bestimmten Energiemenge immer eine definierte Menge an Wärme erhalten. Das Maß für die Energie entspricht dem Betrag der Arbeit, die damit geleistet werden kann. Im Bereich der Heizenergie wird unterschieden zwischen: a) Primärenergie als Gehalt fossiler Energieträger wie Kohle, Erdgas, Holz. b) Sekundärenergie als Gehalt nach Umwandlungsvorgängen wie Elektrizität oder Fernwärme. c) Endenergie als die dem Endverbraucher nach Abzug der Verluste durch Erzeugung und Verteilung verbleibende Energie. d) Nutzenergie als Anteil der vom Verbraucher in Wärme, Licht, Kraft usw. umgesetzten Energieanteil nach Abzug aller Umsetzungsverluste e) erneuerbare Energie (Energie aus Sonnenkollektoren, Windkrafträdern, etc.) Formelzeichen: W oder E Einheit: Joule (J entspr. 1 Nm) Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Energieeinsparverordnung (EnEV)

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) ist ein gesetzliches Regelwerk zum energiesparenden Betrieb von Gebäuden. Sie führt bauliche und haustechnische Belange zusammen und hat weitreichende Auswirkungen auf die Erstellung von Neubauten und die Sanierung von Altbauten. Im Neubaubereich wird das Niedrigenergiehaus zum Standard. Ziel der EnEV ist es, das Anforderungsniveau der geltenden Wärmeschutzverordnung nochmals um 25 bis 30 Prozent anzuheben, wobei die EnEV im Wesentlichen den Primärenergiebedarf eines Neubaus begrenzt. Dieser Wert wird von der Qualität des Heizsystems und der Dichtheit des Gebäudes bestimmt und berücksichtigt Verluste des eingesetzten Energieträgers bei der Umwandlung von Primär- zu Endenergie. Aus diesem Grund ist zum Beispiel das Heizen mit Strom nur noch unter stark erhöhten Auflagen möglich.Der Bauherr muss durch Berechnungen und Dokumentationen die Einhaltung von Grenzwerten nachweisen. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Energiesparender Wärmeschutz

Der Mindestwärmeschutz definiert bauphysikalische und technische Mindestanforderungen zum energiesparenden Betrieb baulicher Anlagen. Darüber hinaus gehende Einsparungsvorschriften sind politisch gewollt und sind unter anderem in der Energieeinsparverordnung geregelt. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Entkoppelung

Unterbrechung oder Schwächung der Kopplung zwischen mehrschaligen Konstruktionen. Dadurch erreicht man eine Verbesserung der Schalldämmung. Quelle: Entwicklungsgemeinschaft Holzbau in der DGfH (Hg.): Informationsdienst Holz. Schalldämmende Holzbalken- und Brettstapeldecken, München 1999

Entlüftung

siehe Lüftung, Lüftungsanlage

feuerbeständig

(fb) Höchste Anforderung an Bauteile gegenüber Brandeinwirkungen. Definiert in den Feuerwiderstandsklassen der DIN 4102 (F90, F120, F180). Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

feuerhemmend

(fh) Niedrigste Anforderung an Bauteile gegenüber Brandeinwirkungen. Definiert in den Feuerwiderstandsklassen der DIN 4102 (F30) Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Feuerschutzabschluss

Selbsttätig schließende Türen oder andere Abschlüsse (Tore, Klappen), die bei Bränden die Brandausweitung durch Schließen von Decken- oder Wändöffnungen verhindern.

Feuerschutzplatte

Trockenbaumaterial z.B. aus Gipskarton, das Anforderungen der Feuerwiderstandsklassen erfüllen kann.

Feuerwiderstandsdauer

siehe Feuerwiderstandsklasse

Feuerwiderstandsfähigkeit

Fähigkeit eines Bauteils, die geforderte Funktion für eine bestimmte Brandbeanspruchung und -dauer zu erfüllen. Quelle: Krüger, Erich W.: Konstruktiver Wärmeschutz. Niedrigenergie-Hochbaukonstruktionen, Köln 2000

Feuerwiderstandsklasse

Dient der Einteilung von Bauteilen bezüglich ihres Widerstandes gegen Brandeinwirkung. Ihre Kennzeichnung erfolgt jeweils durch einen Großbuchstaben, der das Bauteil kennzeichnet (F = tragende Wände, Stützen, Unterzüge, Decken und Treppen; T = Türe) und Zahlen (30, 60, 90, 120 und 180), die die Mindestwiderstandsdauer bei der Brandprüfung in Minuten angeben.

Quelle:
Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001


Beispiel für die Klassifizierung von Ständerwänden
F60-A Die Ständer bestehen aus Metall, Beplankung und Dämmstoff gehören mindestens der Baustoffklasse A2 an.
F60-AB Die Ständer bestehen aus Metall, eine Beplanungslage A2, alle anderen Plattenlagen und Dämmstoff gehören mindestens der Baustoffklasse B2 an.
F60-B Die Ständer bestehen aus Holz, Beplankung und Dämmstoff gehören mindestens der Baustoffklasse B2 an.

Brandschutztechnische Klassifizierung von Bauteilen

Bauaufsichtliche Benennung Benennung nach DIN 4102 Kurzbezeichnung
feuerhemmend Feuerwiderstandsklasse F30, F60 F30-B
F60-B
feuerhemmend und in den wesentlichen Teilen aus nichtbrennbaren Baustoffen Feuerwiderstandsklasse F30, F60 und in den wesentlichen Teilen aus nichtbrennbaren Baustoffen F30-AB
F60-AB
feuerhemmend und aus nichtbrennbaren Baustoffen Feuerwiderstandsklasse F30, F60 und aus nichtbrennbaren Baustoffen F30-A
F60-A
feuerbeständig Feuerwiderstandsklasse F90 F90-B
F90-AB
F90-A

Quelle:
Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Flankenübertragung

Die Schalldämm-Eigenschaften zum Beispiel einer Wand sind nicht allein von der Wand abhängig. Der Schall wird ebenso von Bauteilen übertragen, die an diese Wand angrenzen (zum Beispiel Decke und Boden). Diese Übertragung des Schalls über Nebenwege nennt man Flankenübertragung. Mögliche Übertragungen über Rohrleitungen, Undichtigkeiten oder ähnliches werden dabei nicht mitgerechnet. Die Flankenübertragung kann theoretisch mögliche Schalldämmwerte von Bauteilen erheblich negativ beeinflussen.

Flash-over

Der Flash-over ist ein Phänomen, dass aufgrund physikalischer Gesetzmäßigkeiten im Zusammenhang mit einer Rauchdurchzündung stattfindet. Man versteht hierunter das schlagartige Überspringen lokal begrenzter Flammen/Feuer in einem Raum auf den gesamten Raum und eine damit einhergehende Ausbreitung des Feuers.

Frequenz

Frequenz Eine Frequenz ist die Anzahl der Schwingungen (oder allgemeiner: Aktionen, Geschehnisse) pro Sekunde. Formelzeichen: f Einheit: Hertz (hz) Quelle: Bundesarbeitskreis Trockenbau (Hg.): InfoTechnik SS 1/2 Schallschutz. Begriffe, Definitionen, Erläuterungen, Anforderungen, Bonn 1994, S. 4 Akustischer Frequenzbereich Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Fugendeckstreifen (Gaze-Band), auch Fugenbewehrungsstreifen

Der Fugendeckstreifen ist eine Komponente der Fugenverspachtelung von Plattenstößen und Anschlüssen. In Kombination mit einem sogenannten Fugenfüller verbindet er Plattenstöße miteinander. Dabei ist das Material flexibel genug, um Wärmedehnung der Platten zu kompensieren. Der Fugendeckstreifen besteht heute in der Regel aus Glasfaser. Dieser ist leichter, reißfester und einfacher zu verarbeiten als Papier. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Fugendurchlasskoeffizient

Der Fugendurchlasskoeffizient kennzeichnet die Luftdurchlässigkeit von Fensterfugen in m³ pro Stunde und einem Meter Fugenlänge. Dieser Wert wird bei einer Druckdifferenz von 10 Pa zwischen innen und außen ermittelt. Die von der WSV 95 geforderten Werte liegen je nach Gebäudehöhe zwischen 1,0 und 2,0 m³/(h·m·[daPa]2/3). Formelzeichen: a Einheit: m³/(h·m·[daPa]2/3)

Gips

Gips ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die chemische Verbindung CaSO4·2H2O. Je nach Gehalt des Kristallwassers wird zwischen verschiedenen Gipssorten (z.B. Stuckgips, Estrichgips) unterschieden. Stuckgips ist das entscheidende Material zur Produktion von GK-Platten. Zur Gewinnung der verschiedenen Gipssorten muß der Rohgips großtechnisch behandelt werden.

GKB-Platte

Eine GKB-Platte ist Wandbauplatte aus Gipskarton mit feuchteabweisenden Eigenschaften. Sie ist in der Regel durch ihre grün eingefärbte Imprägnierung zu erkennen. Siehe auch GK-Platte.

GKF-Platte

Eine GKF-Platte ist eine Wandbauplatte aus Gipskarton mit feuerhemmenden Eigenschaften. Siehe auch GK-Platte.

GK-Platte

Eine GK-Platte ist eine Wandbauplatte zur trockenen Montage von Wänden oder Decken, bestehend aus einer Gipsmasse. Die Platte ist beidseitig mit verstärktem Papier verklebt. Kurzform: Gipskarton. Die Produktion von GK-Platten erfolgt in großtechnischem Maßstab. In einem kontinuierlichem Herstellungsprozess wird ein Gipsbrei auf ein durchlaufendes Papierband aufgetragen. Anschließend wird eine zweite Papierlage auf die Gipsmasse gebracht. Nach Durchlaufen eines Ofens zur Trocknung der Gipsmasse werden die Plattenstränge abschließend auf ein handhabbares Maß geschnitten.

Grundprofil

Ein Grundprofil ist ein an einer Rohdecke befestigtes Metallprofil. Mehrere Grundprofile zusammen bilden das Gerüst einer abgehängten Decke. Zur Befestigung von Deckenplatten müssen auf die Grundprofile noch Tragprofile montiert werden. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Heizdecke

Theoretisch mögliche Heizung für Innenräume über eine beheizbare Deckenkonstruktion. Der konstruktive Aufbau einer Heizdecke ähnelt dem einer Kühldecke. Durch vernetzte Rohrleitungsysteme wird warmes Wasser in den Wärmekreislauf eingespeist und sorgt für eine Erhöhung der Raumtemperatur. Die Möglichkeiten, Räume mit Hilfe von Heizdecken zu temperieren sind eng begrenzt, denn der menschliche Körper empfindet Wärmeaufnahme über den Kopf als unbehaglich. Heizdecken sollten deshalb entweder nur in einem circa 1 m breiten Streifen dicht an der Fensterfassade geplant werden oder in Räume mit großer Deckenhöhe eingesetzt werden. Beides erhöht dann allerdings die Behaglichkeit.

Heizgradtage

Begriff zur Berechnung des Wärmeverbrauchs einer Heizperiode: das Produkt aus der Zahl der Heiztage und dem Unterschied zwischen der mittleren Außentemperatur und der mittleren Raumtemperatur. In langen Tabellen sind in den entsprechenden Normen die Heizgradtage für alle Regionen Deutschlands festgehalten. Anhand dieser Daten kann zum Beispiel für Neubauten die benötigte Heizleistung ermittelt werden. Mittelwert für Deutschland: 3.600 (bei 230 Heiztagen)

Heiztage

Tage, an denen der Tagesmittelwert der Außentemperatur unter +15 °C liegt. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Hinterlüftung

Freibleibende Schicht von mindestens 2 cm bei der Dämmung von Dächern mit Dämmplatten. Die in dieser Schicht zirkulierende Luft wird zum Abtransport von Raumfeuchte benötigt. Die Dämmung mit Hinterlüftung ist aber gegenüber der Vollsparrendämmung (Ausnutzung der gesamten Sparrenbreite zum Einbringen von Dämmstoffen; Abtransport von Raumfeuchte über diffusionsoffene Folien) mit Nachteilen behaftet. Denn der Raum von mindestens 2 cm Höhe bleibt für eine zusätzliche Dämmung ungenutzt.

hochfeuerhemmend

Mittlere Anforderung an Bauteile gegenüber Brandeinwirkungen. Definiert in den Feuerwiderstandsklassen der DIN 4102 (F60). Quelle: Bundesarbeitskreis Trockenbau (Hg.): InfoTechnik BS 1 Brandschutz. Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen, Berlin 2001

Hochtemperaturverhalten

Bei steigender Temperatur ändern sich die Materialeigenschaften bestimmter Baustoffe. Stahl verliert z.B. bei einer kritischen Temperatur (abhängig von der jeweiligen Legierung) seine Festigkeit und damit Tragfähigkeit. Baustoffe mit hydraulischen Bindemittel (Gipsbauplatten, Beton) verlieren durch die Dehydratation ihre Festigkeit.

Hohlraumdämpfung

Schallwellen können sich in gasförmigen Medien (zum Beispiel Luft) bewegen. Der Hohlraum in einer zweischaligen Wand überträgt also Schall. Aus diesem Grund wird er mit schallschluckendem Material gefüllt, um die Schallübertragung zu minimieren. Quelle: Bundesarbeitskreis Trockenbau (Hg.): InfoTechnik SS 1/2 Schallschutz. Begriffe, Definitionen, Erläuterungen, Anforderungen, Bonn 1994

Hohlraumdose

Leerdose, zur Installation elektrischer Anschlüsse, die meist wandbündig eingebaut wird. Die Befestigung erfolgt mit Hilfe ausklappbarer Metalllaschen und Krallen. Beim Verschrauben werden die Krallen gegen die Rückseite der Beplankung gepreßt und bewirken einen festen Verbund der Dose mit der Beplankung.

hydrophil

wasseranziehend, wasserlöslich

hydrophob

wasserabstoßend, nicht in Wasser löslich

hygroskopisch

Die mehr oder weniger stark ausgeprägte Eigenschaft von Stoffen, Wasser aus der Umgebungsluft (Luftfeuchtigkeit) anzuziehen. Die Stoffe verdünnen sich dabei. Diese Eigenschaft macht man sich beim Einsatz der Stoffe als Trocknungsmittel zu Nutze.

I-Kanal

I-Kanäle sind Kabel- oder Installationsschächte mit Bedeutung für den Brandschutz. Sie verhindern, etwa bei einem Kabelbrand, die Brandübertragung von innen nach außen. So werden angrenzende Bauteile oder Fluchtwege vor den Auswirkungen des Brandes geschützt. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Induktionsdurchlass

Oberbegriff für Luftdurchlässe, die mittels induktiver Luftstrahlen eine turbulente Mischströmung ermöglichen. Quelle: Krantz-TKT (Hg.): Kühl- und Heizsysteme, 1.2 Kühldecken, Aachen

Isotherme

Isotherme Isotherm bedeutet "bei gleichbleibender Temperatur". In der (Bau-)Physik werden z.B. Schaubilder, in denen bei vorgegebenen Temperaturen entsprechenden Werte (z.B Druck oder Volumen) zugeordnet sind, als isotherme Schaubilder bezeichnet. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Jahresheizwärme(energie)bedarf

Bedarf von Gebäuden an Heizenergie pro Quadratmeter und Jahr. Dieser Wert ist in den Wärmeschutzverordnungen gesetzlich vorgeschrieben. In der WSV 95 betrug er für Neubauten im Mittel 100 kWh/(m²·a). Die nun geltende Energieeinsparverordung verschärft die Anforderungen der WSV 95 nochmals um circa 20 - 30 %. Damit wird für Neubauten das Niedrigenergiehaus zum Standard. Formelzeichen: Qh Einheit: kWh/(m²·a) Quelle: Krüger, Erich W.: Konstruktiver Wärmeschutz. Niedrigenergie-Hochbaukonstruktionen, Köln 2000

K 111

Kurzbezeichnung für eine Strahlenschutz-Decke der Firma Knauf. Die Decke hat eine Holzunterkonstruktion.

K 112

Kurzbezeichnung für eine Strahlenschutz-Decke der Firma Knauf. Die Decke hat eine Metallunterkonstruktion.

K 131

Kurzbezeichnung für eine Strahlenschutz-Wand der Firma Knauf. Die Wand besteht aus einem einfachen Ständerwerk, welches ein- oder zweilagig beplankt ist.

K 151

Kurzbezeichnung für eine Strahlenschutz-Vorsatzschale der Firma Knauf. Die Schale besteht aus einem einfachen Ständerwerk, welches ein- oder zweilagig beplankt ist.

K 234

Kurzbezeichnung für eine Fireboard-Wand A1 der Firma Knauf. Die Wand ist ein einlagig beplanktes Einfachständerwerk.

K 241

Kurzbezeichnung für eine Fireboard-Bekleidung von Holzfachwerk-Wänden F90 B der Firma Knauf. Die Wand ist einlagig beplankt.

K 251

Kurzbezeichnung für eine Fireboard-Schachtwand F90 der Firma Knauf.

K 253

Kurzbezeichnung für eine feuerfeste Stahlstützen-Bekleidung der Firma Knauf. Die Bekleidung kann mit einer Unterkonstruktion (geschraubt auf Metallprofile) oder ohne Unterkonstruktion (geklammert) ersellt werden.

K 254

Kurzbezeichnung für eine feuerfeste Holzbalken-Bekleidung der Firma Knauf. Die Bekleidung erfolgt ohne Unterkonstruktion (geklammert).

K 255

Kurzbezeichnung für eine feuerfeste Holzstützen-Bekleidung der Firma Knauf. Die Bekleidung erfolgt ohne Unterkonstruktion (geklammert).

K 261

Kurzbezeichnung für einen feuerfesten Kabelkanal der Firma Knauf. Der Feuerschutz ist gegen Feuer im Inneren des Kanals ausgelegt.

K 262

Kurzbezeichnung für einen feuerfesten Kabelkanal der Firma Knauf. Der Feuerschutz ist gegen Feuer von außen (mit Funktionserhalt) ausgelegt.

K 271

Kurzbezeichnung für einen feuerfesten Lüftungskanal der Firma Knauf. Er kann in verschiedenen Feuerwiderstandsklassen konstruiert werden.

Kantenschutz

Im allgemeinen bezeichnet man als Kantenschutz Profile aus Aluminium oder verzinktem Stahlblech, die eine optisch exakte Kantenführung gewährleisten. Darüberhinaus dienen diese Profile zum Schutz der Kanten von Gipskarton-Platten.

Kelvin

Einheit der absoluten, thermodynamischen Temperaturskala (K). Diese beginnt beim aboluten Nullpunkt von -273,16° C. Die Skalenabstände sind mit denen der Celsius-Skala identisch. Die Differenz von 1 K enstpricht also der Differenz von 1° C.

Koinzidenz-Grenzfrequenz

Einschalige Bauteile schwingen als Ganzes. Die Schalldämmung von dichten, einschaligen, homogenen Bauteilen hängt in erster Linie von ihrer flächenbezogenen Masse ab, je schwerer ein solches Bauteil ist, desto höher ist seine Schalldämmung. Neben der Masse ist die Biegesteifigkeit einer Wand von Bedeutung für die Schalldämmung. Das Schalldämm-Maß R von Bauteilen steigt in der Regel mit der Frequenz an. Innerhalb eines bestimmten Frequenzbereiches tritt jedoch eine Verschlechterung des schalldämmenden Verhaltens ein. Dieser Einbruch der Schalldämmung ist verursacht durch eine Art "flächige Resonanz" der betrachteten Wand, angeregt durch die einseitig auftreffenden Luftschallwellen. Hierbei stimmt die Wellenlänge der schräg auf die Wand auftreffenden Luftschallwellen mit der freien Biegewellenlänge der Wand überein. Diese Übereinstimmung hat eine erhöhte Schwingungsanregung zur Folge. Die niedrigste Frequenz, bei der das beschriebene Phänomen für ein Bauteil auftritt, heißt Koinzidenz-Grenzfrequenz, für alle höheren Frequenzen gibt es immer einen Einfallwinkel des Schalls, für den Koindizenz vorliegt. In der Nähe der Grenzfrequenz ist die Minderung der Schalldämmung jedoch besonders hoch. In Abhängigkeit von der Lage der Grenzfrequenz werden biegeweiche und biegesteife Bauteile unterschieden. Als biegeweich bezeichnet man Bauteile mit einer Grenzfrequenz von über 1.500 Hz. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Kollektoranlage

Einrichtung zur Absorption von Wärmestrahlung und deren Umwandlung in technisch nutzbare Wärmeenergie. Kollektoranlagen fangen das natürliche Sonnenlicht auf und werden je nach Anwendung in unterschiedlichen Größen angeboten je nach Anwendungsbedarf. Neben Anlagen zur Stromerzeugung im großen Maßstab (vorwiegend in südlichen Ländern) finden hierzulande kleinere Anlagen Verwendung. Diese lassen sich z.B. auf die Südseite von Gebäuden (bevorzugt auf dem Dach) montieren, um den Energiebedarf dieses einzelnen Hauses teiltweise oder ganz abzudecken.

Konsollast

Nach DIN 4103 Teil 1 müssen Trennwände mit Ausnahme von durchscheinenden Wänden und Wandteilen so ausgebildet sein, dass sich "leichte" Konsollasten (z.B. leichte Buchregale und Wandschränke), deren Wert 0,4 kN/m Wandlänge nicht übersteigt und bei denen die vertikale Wirkungslinie nicht mehr als 0,3 m von der Wandoberfläche verläuft, an jeder Stelle der Wand unmittelbar in geeigneter Befestigungart anbringen lassen. Eine Konsollast ist eine waagerecht zur Ständerwandebene eingebrachte Last. Die örtliche Einleitung kann direkt durch die Beplankung, die Ständer oder eine Hilfskonstruktion erfolgen. Sanitärarmaturen (Waschbecken, Hänge-WC) verursachen ebenfalls Konsollasten. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Konterlattung

Eine Konterlattung, auch als Traglattung bezeichnet, ist ein Bestandteil der Unterkonstruktion, die im 90°-Versatz auf die Grundlattung aufgebracht ist.

Konvektionsdecke

Eine Konvektionsdecke ist eine Kühldecke, deren Kühlelemente allseitig von der Raumluft umströmbar sind. Der Wärmeaustausch erfolgt dabei zum größten Teil durch Konvektion (Wärmeübertragung durch Konvektion).

Körperschall

siehe Luftschall

Kreuzverbinder

Ein Kreuzverbinder ist ein Bauteil zur Über-Kreuz-Verbindung von Metallprofilen von abgehängten Decken.

Kristallwasser

Kristallwasser ist die umgangssprachliche Bezeichnung für in einer Molekül-Verbindung chemisch gebundenes Wasser. Das im Gips chemisch gebundene Wasser ist verantwortlich für die feuerhemmenden Eigenschaften von GK-Platten und GKF-Platten. Bei Hitzeeinwirkung bleibt die GK-Platte solange stabil, bis das eingeschlossene Wasser verdampft ist. Erst danach kann die Platte von der Hitzeeinwirkung zerstört werden.

Kühldecke

Eine Kühldecke ist eine Deckenkonstruktion, die durch das Abkühlen der sichtbaren Deckenoberfläche Wärme aus der Umgebung abführt. Der Abtransport der Wärme erfolgt über Kaltwasser-Leitungen, die oberhalb der sichtbaren Deckenfläche einer Kühldecke montiert und an die Haustechnik angeschlossen sind. Einzelne Kühldeckenelemente und die Wasserleitungen bilden dabei eine bauliche Einheit und werden zusammen montiert. Die Montage der Decke wird von Trockenbau-Unternehmen erledigt, der Anschluß an die Haustechnik in der Regel von Fachleuten des Sanitär-Handwerks. Eine Kühldecke führt nur Wärme ab, sie beeinflusst nicht die Luftqualität in einem Raum. Zu diesem Zweck muss sie mit einer mechanischen Lüftungsanlage kombiniert werden.

Kühldeckensegel

Ein Kühldeckensegel ist eine frei im Raum abgehängte Kühldecke.

Kühlinsel

Kühlinseln sind aktive Kühlelemente, die in eine abgehängte Unterdecke aus Metall-, oder Gipskartonplatten niveaugleich in einem ausgewählten Flächenstück integriert sind. Das heißt, das diese Decke nicht flächig kühlt, sondern nur in bestimmten Bereichen.

Kühlkonvektor

Ein Kühlkonvektor ist eine Apparatur zur Abkühlung von Raumluft. Kühlkonvektoren wirken zu 90 - 95 % konvektiv (siehe Wärmeübertragung durch Konvektion). Dies führt zu weniger behaglichen Bedingungen im Aufenthaltsbereich um den Kühlkonvektor.

Kühllamelle

Ein Kühllamelle ist ein einzelnes aktives kühlendes Bauteil einer Kühldecke.

Längsverbinder

Ein Längsverbinder ist ein Bauteil zur Längs-Verbindung von Metallprofilen von abgehängten Decken.

Lastansatz

Der Lastansatz ist derjenige Punkt bei einer Decken- oder Wandkonstruktion, bei der eingetragene Lasten angreifen. Je nach Höhe der angreifenden Last müssen in diesem Bereich der Konstruktion Verstärkungen (z.B. in Form stärkerer Profile) verbaut sein.

Lattenrost

Ein Lattenrost ist eine Unterkonstruktion bestehend aus einer Grundlattung (die am Untergrund befestigte Lattung) und einer Traglattung (an der die Deckenplatten befestigt werden).

Lautstärke

Gängige physikalische Messgrößen zur Beschreibung der Stärke von Tönen und Geräuschen (z.B. der Schallpegel) spiegeln die Besonderheiten des menschlichen Gehörs nicht wider. Denn das menschliche Ohr empfindet gleiche Schallpegel verschiedener Frequenzen als unterschiedlich laut. Dabei reagiert das Gehör auf tiefe Töne weniger empfindlich als auf hohe Töne. Es wurde deshalb neben dem physikalischen Maß des Schallpegels als zweites Maß die Lautstärke eingeführt, die das Lautstärkeempfinden des menschlichen Ohres beschreibt. Einheit: Phon Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Luftdichtheit

Unter Luftdichtheit ist die Verhütung eines Konvektionsstroms in oder durch das Bauteil zu verstehen (von innen nach außen oder auch umgekehrt). Siehe auch Winddichtheit. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Luftfeuchte, absolute

Verhältnis der Masse des in der Luft vorhandenen Wasserdampfes zum Volumen der Luft. Dieses Verhältnis ist abhängig von der Luftemperatur.

Luftfeuchte, relative

Verhältnis der Masse des tatsächlich in der Luft vorhandenen Wasserdampfes (bezogen auf das tatsächliche Volumen der Luft) und des theoretisch in der Luft bei 100 %iger Sättigung vorhandenen Wasserdampfes. Dieses Verhältnis ist abhängig von der Luftemperatur.

Luftfilter

Ein Luftfilter ist eine Apparatur zur Reinigung der Luft von biologischen, chemischen oder stofflichen Belastungen. Als Filtermittel wird z.B. Aktivkohle (ein Stoff, der aufgrund seiner Struktur eine sehr große Oberfläche besitzt) eingesetzt.

Luftschall

Als Schall bezeichnet man mechanische Schwingungen und Wellen eines elastischen Mediums, insbesondere im Bereich des menschlichen Hörens von etwa 16 bis 20.000 Hz. Schall breitet sich in einem Medium, z.B. Luft, als Schallwelle aus. Dabei schwingen die Luftmoleküle um ihre Ruhelage und übertragen die Schwingungen auf benachbarte Moleküle. Diese mechanischen Schwingungen sind nach physikalischen Gesetzmäßigkeiten mit Druckschwankungen verbunden. In der Akustik wird je nach schallübertragendem Medium unterschieden zwischen "Luftschall": In Luft sich ausbreitender Schall, "Körperschall": In festen Stoffen sich ausbreitender Schall. Geräusche entstehen im allgemeinen beim Geräuscherzeuger (z.B. menschliche Stimme, Maschine) als Körperschall und werden dann als Luftschall abgestrahlt. Treffen die Luftschallwellen auf eine Raumtrennwand, wird diese zu Schwingungen angeregt (Luftschallanregung). Die Schallenergie wird dann wieder als Körperschall weitergeleitet. Davon verschieden ist die Körperschallanregung, z.B. das Klopfen mit einem Hammer an eine Wand, die dadurch in Schwingungen versetzt wird. Die Abstrahlung der Schallenergie erzeugt im Nachbarraum wiederum Luftschall. Besonders bedeutend in Gebäuden ist die Körperschallanregung von Decken und Treppen. Diese wird als "Trittschall" bezeichnet, man spricht auch von Trittschallanregung. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Luftschalldämmung

Trifft Luftschall auf feste Körper, wird an deren Oberfläche ein Teil der ankommenden Schallenergie reflektiert, ein weiterer Teil im festen Körper (z.B. Bauteil) weitergeleitet und zum Teil in Wärmeenergie umgewandelt. Bei einschaligen Bauteilen ist die Luftschalldämmung von allem durch die Masse/Fläche bestimmt. Schwere, biegesteife Bauteile besitzen große Dämmeigenschaften. Bei zweischaligen Bauteilen ergibt sich wegen doppelter Reflexion eine höhere Luftschalldämmung. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Lüftung

Unter Lüftung versteht man Maßnahme zur Erneuerung der Raumluft. Die richtige Lüftung von Räumen ist eine der unabdingbaren Voraussetzung für die Gesundheit der Bewohner. In Büroräumen ersetzt die technische Entlüftung das Öffnen der Fenster. Gegenüber der Fensterlüftung hat die technische Lüftung den Vorteil, dass sie deren hohen Heizenergieverlust vermeidet. Im privaten Wohnungsbau kommt der sachgerechten Lüftung neben dem Austausch der Raumluft auch noch die Funktion der Vermeidung von Schimmelpilzen im Gebäude zu. In Passivhäusern, sogenannten "0-Liter-Häusern", stehen Architekten und Bauherrn deshalb vor der Aufgabe, die Raumluft auszutauschen, die darin gespeicherte Wärme allerdings zurückzugewinnen. Dies lässt sich allerdings nicht mehr durch Fensterlüftung, sondern nur noch mit einer automatisch gesteuerten Lüftungsanlage bewerkstelligen.

Lüftungsanlage

Als mechanische Lüftungsanlagen bezeichnet man alle Anlagen und Einrichtungen zur Be-und Entlüftung, um a) ein dem Menschen zuträgliches Raumklima zu schaffen und b) im Brandfalle die Ausbreitung von Feuer und Rauch zu verhindern bzw.einzudämmen.

Lüftungsanlagen-Richtlinie (LAR)

Bauaufsichtliche Richtlinie über die brandschutztechnischen Anforderungen an Lüftungsanlagen. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Lüftungswärmebedarf

Teil des Wärmebedarfs in Gebäuden. Er kennzeichnet die Wärmemenge, die nötig ist, um kalte Außenluft auf die erforderliche Raumtemperatur zu erwärmen. Hierbei ist ein hygienisch erforderlicher Luftwechsel von 0,5 - 0,8fach je Stunde einzuhalten. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Lüftungswärmeverlust

Infolge der Fugenundichtigkeit von Fenstern zu berücksichtigender Wärmeverlust bei der Ermittlung des Lüftungswärmebedarfs.

Luftvolumenstrom

Der Luftvolumenstrom ist eine Bemessungsgröße für eine Lüftungsanlage im Brandfall und zur Prüfung der Luftdichtheit. Einheit: m³/h

Luftwechsel

Beurteilungsgröße für den teilweisen oder vollständigen Austausch von Luft in Räumen. Diese Größe erlaubt es, die Effizienz von Raumlüftungssystemen zu beurteilen. Dies ist aber nicht nur für das klimatische Wohlbefinden der Raumbenutzer notwendig, sondern z.B. auch von grundlegender Bedeutung für Niedrigenergiehäuser. Denn diese sind so hochwertig gedämmt, dass die natürliche Lüftung (etwa bei alten Gebäuden durch undichte Fensteranschlüsse) nicht mehr zur Gewährleistung eines gesunden Raumklimas ausreicht. Je nach Auslegung des Neubaus sind zusätzliche Lüftungsmaßnahmen nötig. Siehe auch Luftwechselrate und Luftwechselzahl. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Luftwechselrate

Unter der Luftwechselrate versteht man das Verhältnis des Luftvolumens in m³, das je Stunde, im Vergleich zum gesamten Raumvolumen, ersetzt wird. Formelzeichen: n Einheit: m³/h

Luftwechselzahl

Unter der Luftwechselzahl versteht man das Verhältnis des während einer Stunde ausgetauschten Luftvolumens zum gesamten Raumvolumen. Formelzeichen: n Einheit: (dimensionslos) Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Massegesetz

Dieses nicht im strengen Sinne "Gesetz" ist ein Merksatz zur Schalldämmung. Er besagt: Je größer die flächenbezogene Masse einer Decke oder einer Wand, desto höher ist in der Regel ihre Schalldämmung. Quelle: Entwicklungsgemeinschaft Holzbau in der DGfH (Hg.): Informationsdienst Holz. Schalldämmende Holzbalken- und Brettstapeldecken, München 1999

Mindestwärmeschutz

siehe Wärmeschutz

Mindestwärmeschutz

siehe Wärmeschutz

Mischströmung

Die turbulente Mischströmung, auch Mischlüftung genannt, ist ein Luftführungssystem, das solche Luftdurchlässe verwendet, die hochinduktive Luftstrahlen mit starkem Austrittsimpuls erzeugen. Infolge der intensiven Vermischung der Raumluft mit den Zuluftstrahlen erzielt man eine gleichmäßige Verteilung der thermischen und stofflichen Lasten in einem Raum.

Mittlere Wassertemperatur

Die mittlere Wassertemperatur ist der tatsächlicher Temperaturwert, der bei der Auslegung einer Kühldecke für die Wassertemperatur in den Rohrmäandern eingeplant wird. Er ist abhängig von der Taupunkttemperatur und wird aus der Vorlauftemperatur und der Rücklauftemperatur gemittelt.

Nachhallzeit

Hierunter versteht man diejenige Zeit in Sekunden nach Abschalten einer Schallquelle, in der die in einem Raum erzeugte Schallenergie um 60 dB (auf den millionsten Teil ihrer Ausgangsstärke) absinkt. Die Nachhallzeit T ist vom Raumvolumen V (in m³) und der äquivalenten Schallabsorptionsfläche A (in m²) der Oberfläche des Raumes abhängig. Der Zusammenhang zwischen diesen Größen ist durch die Sabinesische Formel gegeben: T = 0,163 x V/A in Sekunden. Eine zu lange Nachhallzeit "verwäscht" Musik und macht Sprachvorträge unverständlich, eine zu kurze läßt Musik und Worte abgehakt klingen. In Wohnräumen ist die Raumakustik normalerweise ohne Bedeutung; in Vortrags-, Konferenz- und Sitzungsräumen ist sie dagegen sehr wichtig. Da da Volumen eines Raumes konstant ist, kann frequenzabhängig durch Variation der Absorptionsfläche A eine gewünschte Nachhallzeit eingestellt werden. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Niedrigenergiehaus

Standard für Neubauten nach der gültigen Energieeinsparverordnung. Der Jahresheizwärmebedarf liegt im Mittel bei 70 kWh/(m²·a). Dieser Wert lässt sich umrechnen in 7 Liter Heizöl/m²·a. Diese Werte sind nur durch umfangreiche Dämm-Maßnahmen und Anstrengungen zur Erhöhung der Gebäude-Dichtheit erreichbar.

niveaugleich

Tragprofile von Unterkonstruktionen werden in der Regel auf den Grundprofilen befestigt. Es ist aber auch möglich (wenn die Unterkonstruktion z.B. nur eine geringe Aufbauhöhe haben darf), die Grundprofile bündig, also auf gleichem Niveau in die Tragprofile einzulassen. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Norm-Trittschallpegel Ln

Der Norm-Trittschallpegel ersetzt das früher übliche Trittschallschutzmaß TSM und gibt das Maß des Trittschallschutzes von gebrauchsfertigen Decken und Treppenkonstruktionen an. Im Gegensatz zu den bisher üblichen Oktavschritten wird der bewertete Norm-Trittschallpegel in Terzschritten gemessen. Um jedoch die Schalldämmung von Bauteilen durch einen einzigen Zahlenwert, einen Mittelwert, zu charakterisieren, werden die Meßergebnisse bei verschiedenen Frequenzen gegen eine Bezugskurve angetragen. Daraus ergibt sich der bewertete Norm-Trittschallpegel Ln, w. Diese Bedingungen gelten jedoch nur im Labor. Erfolgt die Messung mit bauüblichen Nebenwegen, wie dies meist der Fall ist, so wird der Norm-Trittschallpegel mit L'n bezeichnet. Formelzeichen: Ln,w Einheit: Dezibel (dB)

Passivhaus

Ein Gebäude, in welchem ein komfortables Innenklima ohne aktives Heizungs- und Klimatisierungssystem erreicht werden kann. Voraussetzung hierfür ist ein Jahresheizwärmebedarf von weniger als 15 kWh/(m²·a). Die Wärmerückgewinnung der Raumluft und die Regulierung der Raumluftqualität mittels einer Lüftungsanlage sind dabei zwingend notwendig.

Photovoltaikanlage

Eine Photovoltaikanlage besteht aus einer Solarzelle, die die direkte Umwandlung von Licht in elektrische Energie ermöglicht. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Primärenergie

siehe Energie

Quellluftdurchlass

Ein Quellluftdurchlass ist ein Luftdurchlass zur Erzeugung einer Schichtenströmung. Diese Art von Durchlässen werden in der Regel in Kombination mit einer Kühldecke installiert. Bei diesen modernen Raumklimatisierungskonzepten sind die Systeme zur Erwärmung der Luft und zum Austausch der Luft voneinander getrennt. Eine Kombination von Kühldecke und Luftauslass arbeitet umweltschonender und für die Benutzer behaglicher als herkömmliche Klimaanagen, bei denen Lufterwärmung und -austausch in einem technischen System vereint sind. Quelle: Krantz-TKT (Hg.): Kühl- und Heizsysteme, 1.2 Kühldecken, Aachen

Rauch

Als sichtbares Erzeugnis eines Brandes beinhaltet Rauch Zersetzungsprodukte der brennenden Stoffe. Diese Produkte können gasförmig (z.B. Gase wie Kohlenmonoxid) oder fest (z.B. Rußpartikel) sein. Neben dem direkten Feuer ist Rauch eine große Gefahrenquelle bei Bränden. Eine Vielzahl von Brandopfern kommt nicht durch direkte Feuereinwirkung zu Schaden, sondern durch die Einwirkung des Rauches. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Rauchdurchzündung

Bei jedem Brand entsteht als Produkt unter anderem Rauch. Ist das Feuer in einem geschlossenen Raum und ist dieser nicht belüftet, sammelt sich der entstehende Rauch unter der Decke des Raumes. Mit Fortschreiten des Brandes vergrößert sich die Menge des Rauchs, zudem steigt dessen Temperatur immer weiter an. Im weiteren Verlauf nimmt die Menge an Sauerstoff im Raum immer weiter ab, es entstehen Brandgase wie zum Beispiel Kohlenmonoxid und der Raum ist zusätzlich mit brennbaren Teilchen (Ruß) gefüllt. Bei Ausbleiben von Frischluftzufuhr kann im Verlauf des Brandes die Temperatur des Rauches bis auf 900° C ansteigen und der Rauch den Raum von der Decke bis zum Boden ausfüllen. Aufgrund der zu geringen Sauerstoffmenge entstehen aber keine lodernden Flammen, sondern das Feuer schwellt lediglich. Wenn in diesem Zustand des Brandes plötzlich eine große Menge Sauerstoff zugeführt wird, kommt es zur äußerst gefährlichen Rauchdurchzündung. Öffnet etwa eine Person eine Tür des Raumes wird durch die bestehenden Druckverhältnisse (Unterdruck im Brandraum) eine große Menge Frischluft angesaugt. Diese durchmischt sich mit dem Rauch und der Rauch entzündet sich. Es entsteht eine Feuerwalze, die als gewaltige Stichflamme oder Feuerzunge den gesamten Raum schlagartig in Flammen setzt (englische Bezeichnung: flash-over). Wenn eine große Menge an explosiven Gasen im Brandraum vorhanden ist, die nach der Durchmischung mit Frischluft explodieren, bezeichnet man den beschriebenen Vorgang auch als Rauchexplosion.

Raumluftfeuchte

Die Raumluftfeuchte ist das Maß des in der Raumluft vorhandenen Wasserdampfes. Sie ist nicht nur abhängig von der im Raum vorhandenen Feuchte sondern auch von der Lufttemperatur im Raum, da bei höheren Temperaturen in Luft mehr Wasserdampf gelöst werden kann. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Raumluftgeschwindigkeit

Teil der Umweltbedingungen in einem Raum, die die Behaglichkeit beeinflussen. Raumluftgeschwindigkeiten unter 0,12 m/s gelten als behaglich.

Raumlufttemperatur

Nach DIN EN 832 ist die Raumlufttemperatur diejenige Solltemperatur in einem beheizten Raum, die als Berechnungstemperatur für weitere Planungen gefordert ist. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Rechenwert der Wärmeleitfähigkeit

Die Wärmeleitfähigkeit ist eine grundlegende bauphysikalische Größe zur Ermittlung des Energiebedarfs von Gebäuden. Der "Rechenwert der Wärmeleitfähigkeit" entsteht durch Zuschläge auf den Messwert der Wärmeleitfähigkeit für den Einfluss der Temperatur, des Feuchtgehalts, der Rohdichte und der Alterung eines eingesetzten Baustoffs. Die zur Ermittlung des Rechenwerts der Wärmeleitfähigkeit nötigen Korrekturzahlen sind in DIN 4108-4 enthalten und müssen für den Nachweis des Mindestwärmeschutzes verwendet werden. Gibt es für einzelne Baustoffe in DIN 4108-4 keinen diesbezüglichen Wert, muss dieser vor Anwendung des Baustoffs im Bundesanzeiger bekannt gemacht worden sein. Formelzeichen: lR Einheit: W/mK Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Resonanz, Resonanzfrequenz

Zweischalige Bauteile stellen ein Schwingungssystem dar, die eine Resonanzfrequenz besitzen, bei der die Massen bei Einwirkung eines Wechseldruckes sehr starke Schwingungen ausführen. Im Bereich der Resonanzfrequenz der Doppelschale tritt eine erhebliche Verschlechterung der Schalldämmung gegenüber der gleichschweren Einzelschale ein. Mehrschalige Bauteile sind deshalb immer so zu dimensionieren, daß einerseits eine möglichst niedrige Resonanzfrequenz des Gesamtsystems erreicht wird, und andererseits die Resonanzfrequenz der biegeweichen Einzelschalen (Koinzidenz-Grenzfrequenz) oberhalb des bauakustischen Bereiches liegt. Da die Resonanzfrequenz proportional zur Federsteifigkeit und umgekehrt proportional zur flächenbezogenen Masse ist, bieten sich dafür folgende Maßnahmen an: 1. biegeweiche Schalen möglichst hoher flächenbezogener Masse 2. möglichst weiche, federnde Verbindung der Schalen 3. hoher Füllgrad des Hohlraumes mit schallabsorbierenden Dämmstoffen. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Revisionsklappe

Eine Revisionsklappe, auch Revisionsöffnung genannt, ist eine Aussparung in einer Decke oder Wand, die mit einer Klappe versehen sein kann. Durch die Revisionklappe können Wartungsarbeiten an hinter der Wand oder Decke liegenden Versorgungsleitungen vorgenommen werden. Dadurch ist ein schneller Zugang zu Installationen der Haustechnik gewährleistet, ohne dass an den entsprechenden Stellen größere Demontage-Arbeiten durchgeführt werden müssen.

RLT-Anlage

Raumlufttechnische Anlage, die durch mechanische Lenkung von Luftströmen (z.B. durch selbsttätige Fensteröffnung und -schließung) technische, rechtliche u.ä. Anforderungen an die Raumluft erfüllt.

Rohdichte

Die Rohdichte ist eine konstante Stoffeigenschaft (Stoffkonstante). Sie errechnet sich als der Quotient aus Masse und Volumen eines Stoffes. Stoffe mit einer Rohdichte kleiner 1.000 kg/m³ schwimmen auf Wasser. Formelzeichen: r Einheit: kg/m³; 1000 kg/m³ entspricht 1 kg/l entspricht 1 g/cm³

Rohrmäander

Ein Rohrmäander ist ein auf einer Kühllamelle einer Kühldecke befestigtes Rohr (in der Regel aus Kupfer), welches das wärmeabführende Medium (in der Regel Wasser) führt. Das Rohr wird als Endlos-Rohr über die Kühllamelle geführt und zu diesem Zweck an den Enden der Lamelle mit 180°-Bögen versehen.

Rücklauftemperatur

Die Rücklauftemperatur ist ein theoretischer Temperaturwert, der zur Ermittlung der einzustellenden Wassertemperatur einer Kühldecke benötigt wird. Er soll in der Regel 2 K über der Vorlauftemperatur liegen.

sauer

Sammelbezeichnung für Stoffe, die sauer reagieren. Das heisst, es sind Hydroniumionen (H3O+) in einer größeren Menge als Hydroxidionen anwesend. Lösungen dieser Stoffe schmecken bitter, wirken ätzend und haben einen pH-Wert unter 7. siehe auch alkalisch.

Schale einschalig

Homogenes Bauteil (z.B. Mauerwerkswand), das als Ganzes schwingt. Die schalldämmenden Eigenschaften dieser Bauteile hängen in erster Linie von ihrer flächenbezogenen Masse ab. Je schwerer ein solches Bauteil ist, desto besser ist die Schalldämmung. Bei einer bestimmten Schwingungsfrequenz treten besondere Phänomene auf, siehe Koinzidenz-Grenzfrequenz. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Schale zweischalig

siehe Resonanz

Schall

Mechanische Schwingungen und Wellen in elastischen Medien, besonders im Frequenzbereich des menschlichen Hörens von ca. 16 bis 16.000 Hertz. Es wird zwischen Luftschall, Körperschall und Trittschall nach DIN 4109 unterschieden. Diese mechanische Schwingung ist auch als schnelle Druckveränderung beschreibbar. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Schallabsorptionsgrad

siehe Absorptionsgrad Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Schallbrücke

Übertragung von Körperschall durch eine starre Verbindung zwischen mehrschaligen Bauteilen mit elastischer Zwischenschicht. Diese starre Verbindung können z.B. eine oder mehrere Schrauben sein, die die eigentlich guten schalldämmenden Eingenschaften mehrschaliger Bauteile beeinträchtigen. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Schalldämm-Maß R

Mess- und Beurteilungsgröße für die Luftschalldämmung einer Konstruktion. Die Menge der übertragenen Schallenergie hängt nicht nur von den Schalldämmeigenschaften der trennenden Wand ab, sondern auch von der Größe dieser Wand sowie der Menge der Schallenergie, die im Empfangsraum absorbiert wird. Das Schalldämm-Maß wird nach DIN 4109 berechnet und bildet einen theoretischen Wert. Es wird dabei nur die Fläches S des trennenden Bauteils und die dahinterliegende äquivalente Absorptionsfläche A berücksichtigt. Diese Rechnung beinhaltet nicht die Schallübertragung durch flankierende Bauteile. Dieser reale Fall wird durch das Schalldämm-Maß R´ ausgedrückt. Formelzeichen: R Einheit: Dezibel (dB) Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Schalldämm-Maß R´

Schalldämm-Maß R´ Auch Bauschalldämm-Maß. Siehe Schalldämm-Maß R. Im Gegensatz zu diesem wird bei R´ aber die Schallübertragung durch flankierende Bauteile mitberechnet und damit der reale Fall bewertet. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Schalldämm-Maß R´

Schalldämm-Maß R´ Auch Bauschalldämm-Maß. Siehe Schalldämm-Maß R. Im Gegensatz zu diesem wird bei R´ aber die Schallübertragung durch flankierende Bauteile mitberechnet und damit der reale Fall bewertet. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Schalldämmstoff

Baustoff zur Schalldämmung. Diese Baustoffe haben oft gleichzeitig wärmedämmende Eigenschaften. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Schalldämmung

Hierunter sind alle baulichen oder sonstigen Maßnahmen zu verstehen, die zur Behinderung von Schallübertragung zwischen Räumen oder zwischen dem Außenbereich und Räumen beitragen. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Schalldämpfung

siehe Schallabsorption

Schalldruck

Schwingungen, die das menschliche Ohr erreichen, werden dort als Druckdifferenz wahrgenommen. Da die Schalldruckdifferenz zwischen der Hörgrenze (p = 2·10-5Pa) und der Schmerzgrenze (p = 2·10² Pa) sehr groß ist, wurde zur besseren Handhabung der Begriff Schallpegel eingeführt. Formelzeichen: p Einheit: Pa (N/m²) Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Schallenergie

siehe Schall

Schall-Längsdämm-Maß RL

Die Menge der übertragenen Schallenergie hängt nicht nur von den Schalldämmeigenschaften einer Wand ab, sondern auch von den Eigenschaften der diese Wand umgebenden Bauteile.Das Schall-Längsdämm-Maß RL dient zur Ermittlung der Schalldämmung von flankierenden Bauteilen. Formelzeichen: RL Einheit: Dezibel (dB) Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Schalllängsdämmung

Behinderung der Schallübertragung über flankierende Bauteile zwischen Räumen oder zwischen Außenbereichen und Räumen.

Schallnebenübertragung

Übertragung von Luftschall, Körperschall oder Trittschall über flankierende Bauteile.

Schallpegeldifferenz D

Differenz zwischen Schallpegel im Senderaum und dem Schallpegel im Empfangsraum.

Schallreflexion

Unter Schallreflexion versteht man die Eigenschaft von Bauteilen, auftreffende Schallwellen zurück zu werfen. Je schwerer und steifer eine Wand oder Decke ist, desto weniger ist sie von Schallwellen in Schwingung zu versetzen; damit ist auch die Schallreflexion (und die Schalldämmung) umso höher, je schwerer und steifer eine Wand ist. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Schallschluckplatten

Schallschluckplatten sind im Deckenbereich meistens GK-Platten mit oben aufliegender Mineralfaser. Die Platten haben eine durchbrochene Sichtfläche, so dass hier der Schall durch die Platte hindurch treten kann. Die darüber liegende Mineralfaser ist der eigentliche schallschluckende Stoff, der die schalldämmenden Eigenschaften von Schallschluckplatten bestimmt. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Schallschutz

Maßnahmen (durch Einsatz besonderer Baustoffe, Bauweisen, etc.) zur Verhinderung von Schallentstehung bzw. zur Verminderung von Schallübertagung. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Schallschutzfenster

Ein Fenster bestehend aus besonderem Schallschutzglas. Die Effizienz ist dabei auch vom fachgerechten Anschluss an die angrenzenden Bauteile abhängig. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Schallschutzglas

Gläser bestehend aus unterschiedlich dicken Scheiben (4 - 14 mm) mit einem großen Zwischenraum. Dieser Zwischenraum ist in der Regel luftleer, um die Übertragung von Luftschall zu minimieren. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Schallschutztüre

Türen, die aufgrund ihrer Konstruktion (Eigengewicht, Abdichtung) in der Lage sind, Schall zu dämmen. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Schallübertragung

Übertragung von Luftschall, Körperschall oder Trittschall. Der Schall kann dabei das Übertragunsmedium auch wechseln. Tabelle: Schallübertragungswege Übertragung durch die gemeinsame Trennwand Übertragung durch die in der Trennwand eingebauten Türen oder Verglasungen Schalldurchgänge durch freie Öffnungen oder Undichtheiten in der Fläche * bei Elementwänden, Steckdosen, Sanitärinstallationen Schalldurchgänge durch Schwächung im Wandaufbau bei Schattenfugen, verdeckten Fußleisten o.ä. Übertragung im Deckenbereich * durch den Deckenhohlraum * entlang einer durchlaufend abgehängten Unterdecke * durch die Fuge im Deckenanschluß * durch die Fuge zwischen Beplankung und gleitenden Deckenanschluß Übertragung im Fußbodenbereich * über den Rohfußboden * durch den Fußbodenhohlraum * entlang eines durchlaufenden schwimmenden Estrichs oder Doppelbodens * durch die Fuge im Fußbodenanschluß * durch den durchlaufenden Teppichbelag Übertragung entlang der flankierenden Flurwand * durch das Wandelement * durch die Anschlußfuge * durch die Türen und dann über den Flur Übertragung entlang der flankierenden Fassade * im Fensterbereich * im Brüstungsbereich * entlang einer innenliegenden Wärmedämmschicht * durch den verjüngten Fassadenanschluß * durch die Fassadenanschlußfuge Übertragung entlang durchlaufender Kabelkanäle Übertragung durch Lüftungskanäle Übertragung durch Heizungsrohre

Schichtenströmung (Quelllüftung)

Luftführungssystem, das solche Luftdurchlässe verwendet, die bei Zuführung kühler Zuluft in Bodennähe eine Schichtenströmung entstehen lassen. Aufgrund der thermischen Verhältnisse in einem Raum strömt die wärmere Luft nach oben. Dort kann sie an einer eventuell vorhandenen Kühldecke wieder abkühlen und sinkt zurück in den Raum. Die Kühldecke egalisiert so unterschiedliche Temperaturschichten über die Höhe des Raumes.

Schimmelpilz

Pilze, die auf organischen Stoffen in Innenräumen oder an der Bausubstanz, krusten-, faden- oder staubähnliche Überzüge bilden. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Schimmelpilzbildung

Bei Tauwasser an Wandflächen auftretende Bildung von Schimmelpilzen. Folgende Bedingungen müssen außer dem Tauwasser noch gegeben sein: a) Temperaturen von 0° C - 50° C, bevorzugt der Bereich von 15° C - 30° C. b) Nahrung in Form von Proteinen. Diese sind immer in der Luft oder auf der Oberfläche der Bauteile vorhanden. c) Zeit. Pilze brauchen ca. eine Woche, um eine neue Fläche zu besiedeln. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Schmelzpunkt

Der Schmelzpunkt ist derjenige Temperaturpunkt, bei dem ein Stoff vom festen in den flüssigen Aggregatzustand übergeht. Er stellt eine für den jeweiligen Stoff spezifische Eigenschaft dar.

Schüttung

Loses Granulat mit Korngrößen zwischen 0 und 7 mm. Schüttungen dienen zum Ausgleich von Bodenunebenheiten. Sie wirken wärmedämmend und trittschallverbessernd. Das Granulat ist in der Regel natürliches geblähtes Gestein. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Sommerkondensation

Die Sommerkondensation ist ein besonderes Tauwasserrisiko für Unter- bzw. Kellergeschosse im Frühjahr und Frühsommer. An diese Räume angrenzendes Erdreich und die umgebende Luft erwärmen sich unterschiedlich schnell. Analog zum Erdreich erfolgt auch die Erwärmung von Unter- bzw. Kellergeschossen später und geringer als in den übrigen Geschossen. Durch übermäßiges Lüften, was vermeintlich zur schnelleren Erwärmung beiträgt, wird Außenluft mit einer höheren Luftfeuchte zugeführt. Dies führt in den Unter- bzw. Kellergeschossen zu Tauwasserbildung. Quelle: Krüger, Erich W.: Konstruktiver Wärmeschutz. Niedrigenergie-Hochbaukonstruktionen, Köln 2000

Spannweite

Die Spannweite bezeichnet den Achsabstand einer Traglattung, bzw. Tragprofile.

Ständerwand

Eine Ständerwand ist eine in Trockenbauweise konstruierte Raumtrennwand, die aus mehreren Schalen besteht. Auf eine Unterkonstruktion aus Metall- oder Holzprofilen werden Platten montiert. Die Platten können dabei aus unterschiedlichen Werkstoffen bestehen (Holz, Gipskarton). Der zwischen den Platten bestehende Hohlraum kann genutzt werden, um dort brand- und/oder schallschützende Materialien einzubringen. Ebenfalls ist es möglich, Anlagen und Leitungen der Haustechnik (Kabel, Wasserleitungen) dort zu installieren. Ein besonderer Vorteil dieser Konstrunktionsweise ist die Tatsache, dass durch die trockene Montage aller Komponenten keine Feuchtigkeit in das Bauwerk eingebracht wird.

Stoffkonstante

Eine Stoffkontante (z.B. die Rohdichte oder die Wärmeleitfähgkeit) ist eine spezifische, unveränderbare, grundlegende Eigenschaft eines Stoffes.

Stoßlast

Eine Stoßlast ist eine plötzlich auftretende, mechanische Belastung von Bauteilen. Die DIN 4103 Teil 1 unterscheidet zwischen einer "weichen" (z.B. Anprall eines menschlichen Körpers) und einer "harten" (z.B. Aufprall eines harten Gegenstandes) Stoßbelastung für Wände. Bei beiden muss der Konstruktionsaufbau gewährleisten, dass die Ständerwand nicht aus der Befestigung herausgerissen werden kann und in ihrer gesamten Dicke nicht durchstoßen werden kann. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Strahlungsdecke

Eine Strahlungsdecke ist eine Kühldecke, deren Kühlelemente in einer geschlossenen Oberfläche einliegen. Der Wärmeaustausch erfolgt dabei zum größten Teil durch Strahlung (siehe Wärmeübertragung durch Strahlung).

Stütze

Senkrecht angeordnetes Bauteil mit unterschiedlichen Querschnitten. Es dient zur Lastabtragung oder Unterstützung von Decken oder Trägern.

Stützweite

Die Stützweite bezeichnet den Achsabstand der Befestigungspunkte, in denen Latten bzw. Profile befestigt sind.

Taupunkttemperatur

Von der jeweiligen Lufttemperatur und dem Wasserdampfgehalt abhängige Temperatur (auch als Sättigungspunkttemperatur bezeichnet), bei der die relative Luftfeuchte 100 % beträgt. Das heißt, eine weitere Feuchtigkeitsaufnahme durch die Umgebungsluft ist dann nicht mehr möglich. Die Feuchtigkeit fällt als Nebel aus oder schlägt sich auf kühleren Gegenständen nieder. Sind Wärmebrücken in Räumen vorhanden, wird sich Tauwasser bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur an diesen Bauteilen niederschlagen.

Tabelle 3.4-2: Taupunkttemperatur Js der Luft in Abhängigkeit von Temperatur und relativer Feuchte der Luft

  TaupunkttemperaturJs1) in °C bei einer relativen Luftfeuchte von
Lufttemperatur J °C 30 % 35 % 40 % 45 % 50 % 55 % 60 % 65 % 70 % 75 % 80 % 85 % 90 % 95 %
30 10,5 12,9 14,9 16,8 18,4 20,0 21,4 22,7 23,9 25,1 26,2 27,2 28,2 29,1
29 9,7 12,0 14,0 15,9 17,5 19,0 20,4 21,7 23,0 24,1 25,2 26,2 27,2 28,1
28 8,8 11,1 13,1 15,0 16,6 18,1 19,5 20,8 22,0 23,2 24,2 25,2 26,2 27,1
27 8,0 10,2 12,2 14,1 15,7 17,2 18,6 19,9 21,1 22,2 23,3 24,3 25,2 26,1
26 7,1 9,4 11,4 13,2 14,8 16,3 17,6 18,9 20,1 21,2 22,3 23,3 24,2 25,1
25 6,2 8,5 10,5 12,2 13,9 15,3 16,7 18,0 19,1 20,3 21,3 22,3 23,2 24,1
24 5,4 7,6 9,6 11,3 12,9 14,4 15,8 17,0 18,2 19,3 20,3 21,3 22,3 23,1
23 4,5 6,7 8,7 10,4 12,0 13,6 14,8 16,1 17,2 18,3 19,4 20,3 21,3 22,2
22 3,6 5,9 7,8 9,5 11,1 12,5 13,9 15,1 16,3 17,4 18,4 19,4 20,3 21,2
21 2,8 5,0 6,9

8,6

10,2 11,6 12,9 14,2 15,3 16,4 17,4 18,4 19,3 20,2
20 1,9 4,1 6,0 7,7 9,3 10,7 12,0 13,2 14,4 15,4 16,4 17,4 18,3 19,2
19 1,0 3,2 5,1 6,8 8,3 9,8 11,1 12,3 13,4 14,5 15,5 16,4 17,3 18,2
18 0,2 2,3 4,2 5,9 7,4 8,8 10,1 11,3 12,5 13,5 14,5 15,4 16,3 17,2
17 -0,6 1,4 3,3 5,0 6,5 7,9 9,2 10,4 11,5 12,5 13,5 14,5 15,3 16,2
16 -1,4 0,5 2,4 4,1 5,6 7,0 8,2 9,4 10,5 11,6 12,6 13,5 14,4 15,2
15 -2,2 -0,3 1,5 3,2 4,7 6,1 7,3 8,5 9,6 10,6 11,6 12,5 13,4 14,2
14 -2,9 -1,0 0,6 2,3 3,7 5,1 6,4 7,5 8,6 9,6 10,6 11,5 12,4 13,2
13 -3,7 -1,9 -0,1 1,3 2,8 4,2 5,5 6,6 7,7 8,7 9,6 10,5 11,4 12,2
12 -4,5 -2,6 -1,0 0,4 1,9 3,2 4,5 5,7 6,7 7,7 8,7 9,6 10,4 11,2
11 -5,2 -3,4 -1,8 -0,4 1,0 2,3 3,5 4,7 5,8 6,7 7,7 8,6 9,4 10,2
10 -6,0 -4,2 -2,6 -1,2 0,1 1,4 2,6 3,7 4,8 5,8 6,7 7,6 8,4 9,2
1)näherungsweise darf gradlinig interpoliert werden

Quelle:
Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Tauwasser

Überschüssiger Wasserdampf (wenn die Luftfeuchte über 100 % liegt), der sich in kondensierter Form auf Gegenständen niederschlägt.

Temperatur

Maß für den Wärmezustand eines Körpers, Gases oder einer Flüssigkeit. Die Angabe kann in den Einheiten Kelvin oder Celsius erfolgen.

Thermographie

Zerstörungsfreies Verfahren zur bildlichen Darstellung von Oberflächentemperaturen. Mit einer entsprechenden Kamera können z.B. von Gebäuden Außenaufnahmen hergestellt werden, die vorhandene Wärmebrücken sichtbar machen. Es entsteht ein farbiges Bild; die vorhandene Farbskala zeigt dabei Temperaturverläufe an.

Träger

Träger sind waagerechte, bei Belastung auf Biegung beanspruchte Bauteile aus Stahl, Stahlbeton oder Holz. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Tragfähigkeit

Als Tragfähigkeit bezeichnet man die Fähigkeit von Abhängelementen, bestimmten Belastungen standzuhalten. Abhängelemente werden in drei Tragfähigkeitsklassen eingeteilt. Die maximale Last je Abhänger errechnet sich aus dem Geamtgewicht der Decke dividiert durch die Anzahl der Abhänger.

Tragprofil

Ein Tragprofil ist ein Bestandteil der Unterkonstruktion, die im 90°-Versatz auf das Grundprofil aufgebracht ist. Es kann auch niveaugleich in das Grundprofil eingelassen sein. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Transmission

siehe Wärmedurchgang

Transmissionswärmeverlust

siehe Wärmedurchgangskoeffizient

Transportquerschnitt

Querschnitt einer Rohrleitung, der zum Transport des jeweiligen Mediums zur Verfügung steht.

Treibhauseffekt

Anreicherung der Erdatmosphäre mit dem Gas Kohlendioxid. Da das Gas in der Atmosphäre beständig ist, führt dies zu einer Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur. Der Mensch verursacht Kohlendioxid in einer übermäßigen Menge durch industrielle Vorgänge wie Verbrennungs-, Heiz- und Arbeitsprozesse.

Trittschall

Der Trittschall ist eine Sonderform des Körperschalls, der durch das Begehen von Decken oder Treppen aber auch durch den Betrieb von Haushaltsgeräten, Aufprallgeräusche u.ä. erzeugt wird. Er entsteht durch schlecht gedämmte Bodenaufbauten und strahlt in darunter liegende Räume ab. Siehe auch Luftschall.

Trittschalldämmung

Maßnahmen zur Verringerung des Trittschalls.

Trittschallschutz

siehe Trittschall

Trittschallschutz-Maß, TSM

veraltet für: Norm-Trittschallpegel

Trockenputz

Als Trockenputz bezeichnet man eine Wandbekleidung aus Gipsbauplatten sowie Vorsatzschalen aus Verbundbauplatten. Im Gegensatz zur Ständerwand haben diese Platten keine Metallunterkonstruktion, sondern werden mit Ansetzgips direkt an bestehenden Wänden befestigt. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

UA-Profil

UA-Profile sind U-förmige Aussteifungsprofile aus Metall ohne Abkantung mit einer Blechdicke von min. 2 mm. Sie dienen ebenso wie CW-Profile und UW-Profile zur Konstruktion von nichttragenden Montagewänden (Ständerwänden) oder Decken. UA-Profile haben eine höhere Materialstärke als UW-Profile und werden daher nur an solchen Punkten eingesetzt (z.B. Türzarge) an denen besonders hohe Belastungen zu erwarten sind. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Unterkonstruktion

Eine Unterkonstruktion ist eine Konstruktion aus Metall oder Holz, die als aussteifendes Bauteil für eine elastische Beplankung dient. Im Falle einer Metallkonstruktion besteht sie aus CW-Profilen und UW-Profilen. Im Falle einer Holzkonstruktion besteht sie in der Regel aus einer Grundlattung und einer darauf im 90°-Versatz aufgebrachten Konterlattung. Die Unterkonstruktion kann sowohl an der Wand, als auch an der Decke verbaut werden. Bei Metallunterkonstruktionen an der Decke spricht man von Grundprofilen und Tragprofilen. Diese können niveaugleich verbaut sein.

Unterzug

Ein Unterzug ist ein unter der Tragebene angeordneter Träger, der die Lasten auf die Auflager überträgt. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

UW-Profil

Ein UW-Profil ist ein Anschlußprofil aus Metall zur Konstruktion von nichttragenden Montagewänden (Ständerwänden) oder Decken. UW-Profile bestehen aus 0,6 mm bis 1,0 mm dicken Blechen und haben einen U-förmigen Querschnitt. Sie sind ohne Abkantung nach oben offen, damit die CW-Profile eingesteckt werden können. UW-Profile werden waagerecht verbaut. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 3. Auflage, Köln 1998

Verbundbauplatte

Verbundbauplatten entstehen durch die Verklebung eines Plattenwerkstoffes mit einem Dämmstoff. Mit Verbundbauplatten können Verarbeiter so bei der Erstellung z.B. einer Ständerwand einen Arbeitsschritt einsparen. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB) Teil A

Regeln und Bestimmungen, zu deren Anwendung öffentliche Auftraggeber bei der Vergabe von Bauleistungen verpflichtet sind. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB) Teil B

Vertragsbedingungen allgemeiner Art, die auch ohne besondere Abmachung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer als vereinbart gelten. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Vermiculit

Vermiculite (Blähglimmer) sind mineralische Korndämmstoffe, die sowohl als Schüttgut als auch als gepresste Plattenware erhältlich sind. Sie haben gute Schall- und Wärmedämmeigenschaften. Blähglimmer in reiner Form ist nicht brennbar, reine Vermiculit-Platten werden daher auch im Brandschutz verwendet. Bei Zusatz von Kunstharzen, um die Beständigkeit gegen Wasser zu erhöhen, sind diese Platten jedoch als brennbar einzustufen.

Vorlauftemperatur

Theoretischer Temperaturwert, der zur Ermittlung der einzustellenden Wassertemperatur einer Kühldecke benötigt wird. Er darf nicht niedriger als die Taupunkttemperatur (dieser ist abhängig von der Luftfeuchte und der Außentemperatur) des zu kühlenden Raumes sein. Siehe auch mittlere Wassertemperatur.

Vorsatzschale, biegeweiche

Vor einschaligen massiven Wänden oder Decken werden biegeweiche Vorsatzschalen elastisch angebracht, um die Luftschalldämmung zu erhöhen. Dazu eignen sich GK-Platten und Holzspanplatten jeweils mit Mineralfaser-Hohlraumdämpfung. Sie können abhängig von der Deckenhöhe punktweise an dem dahinterliegenden Bauteil befestigt sein. Jede Verbindung mit dem Bauteil schmälert aber den maximal erzielbaren Schalldämm-Effekt. Siehe auch Koinzidenz-Grenzfrequenz. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

W 111

Kurzbezeichnung für eine Metall-Ständerwand der Firma Knauf. Die Wand ist ein einlagig beplanktes Einfachständerwerk.

W 112

Kurzbezeichnung für eine Metall-Ständerwand der Firma Knauf. Die Wand ist ein zweilagig beplanktes Einfachständerwerk.

W 113

Kurzbezeichnung für eine Metall-Ständerwand der Firma Knauf. Die Wand ist ein dreilagig beplanktes Einfachständerwerk.

W 115

Kurzbezeichnung für eine Metall-Ständerwand der Firma Knauf. Die Wand ist ein zweilagig beplanktes Doppelständerwerk.

W 116

Kurzbezeichnung für eine Installations-Wand der Firma Knauf. Die Wand ist ein zweilagig beplanktes Doppelständerwerk.

W 118

Kurzbezeichnung für eine Sicherheits-Wand der Firma Knauf. Die Wand ist ein dreilagig beplanktes Einfachständerwerk mit zusätzlichem Stahlblech.

W 131

Kurzbezeichnung für eine Brand-Wand der Firma Knauf. Die Wand ist ein dreilagig mit Feuerschutzplatten beplanktes Ständerwerk.

W 132

Kurzbezeichnung für eine Brand-Wand A1 der Firma Knauf. Die Wand ist ein zweilagig mit Fireboardplatten beplanktes Ständerwerk.

W 221

Kurzbezeichnung für einen Sanitär-Tragständer der Firma Knauf. Das Gestell ist bis max. 150 kg belastbar.

W 222

Kurzbezeichnung für einen Sanitär-Tragständer der Firma Knauf. Das Gestell ist bis max. 200 kg belastbar.

W 223

Kurzbezeichnung für einen Sanitär-Tragständer der Firma Knauf. Das Gestell ist für WC/Bidet ausgelegt.

W 233

Kurzbezeichnung für eine Rohrbefestigungsschiene der Firma Knauf (Sanitärbereich).

W 234

Kurzbezeichnung für eine Universal-Traverse der Firma Knauf.

W 235

Kurzbezeichnung für eine Traverse für Wandbatterien der Firma Knauf.

W 236

Kurzbezeichnung für eine Traverse für Einbau-Siphons der Firma Knauf.

W 250

Kurzbezeichnung für verschiedene Revisionsklappen für Montagewände/Schachtwände und Vorsatzschalen der Firma Knauf.

W 252

Kurzbezeichnung für verschiedene Revisionsklappen mit Brandschutz für Montagewände der Firma Knauf.

W 258

Kurzbezeichnung für verschiedene Revisionsklappen mit Brandschutz für Schachtwände und Vorsatzschalen der Firma Knauf.

W 351

Kurzbezeichnung für eine Massivbauplatten-Wand der Firma Knauf. Die Wand ist eine geklebte Riegelkonstruktion.

W 352

Kurzbezeichnung für eine Massivbauplatten-Wand der Firma Knauf. Die Wand ist eine geschraubte Riegelkonstruktion.

W 355

Kurzbezeichnung für eine Massivbauplatten-Wand der Firma Knauf. Die Wand ist ein doppeltes Ständerwerk mit parallel angeordneten Ständerprofilen.

W 356

Kurzbezeichnung für eine Massivbauplatten-Wand der Firma Knauf. Die Wand ist ein doppeltes Ständerwerk als Installationswand mit parallel angeordneten Ständerprofilen.

W 622

Kurzbezeichnung für eine Vorsatzschale mit Federschiene der Firma Knauf.

W 623

Kurzbezeichnung für eine direkt befestigte Vorsatzschale mit Metallunterkonstruktion CD 60/27 der Firma Knauf.

W 625

Kurzbezeichnung für eine einlagig beplankte Vorsatzschale mit CW-Metallständern der Firma Knauf.

W 626

Kurzbezeichnung für eine zweilagig beplankte Vorsatzschale mit CW-Metallständern der Firma Knauf.

W 628

Kurzbezeichnung für eine Schachtwand der Firma Knauf. Diese Wand kann mit verschiedenen Feuerschutzanforderungen und unterschiedlichen Metallprofilen konstruiert werden.

W 629

Kurzbezeichnung für eine Schachtwand F90 der Firma Knauf. Die Unterkonstruktion wird mit doppelten CW-Profilen erstellt.

W 653

Kurzbezeichnung für eine mit Massivbauplatten zweilagig beplankte Vorsatzschale mit CW-Metallständern der Firma Knauf.

Wand

Seitlicher Abschluß eines Raumes, der Anforderungen an den Brandschutz, Schallschutz und Wärmeschutz erfüllen muss.

Wärme (Wärmemenge, Wärmeenergie)

Wärme ist eine Form von Energie, die in jedem Körper in unterschiedlicher Menge enthalten sein kann. Die Temperatur ist ein Maß zur Bestimmung des Wärmegehalts. Die spezifische Wärme einer Substanz ist die Wärmemenge, die benötigt wird, um 1 g der Substanz um 1 °C zu erwärmen. Für lange Zeit diente die spezifische Wärme des Wassers als Maßeinheit für die Wärmeenergie: die Kalorie (cal) war definiert als die Wärmemenge, die zum Erwärmen von 1 g Wasser von 14,5 °C auf 15,5 °C nötig ist. Obwohl die Kalorie nicht mehr verwendet werden soll, findet man noch viele Energieangaben in dieser Einheit. Für die Umrechnung auf Joule gilt: 1 cal = 4,184 J. Formelzeichen: Q Einheit: J (gleichbedeutend mit Nm oder auch eine Wattsekunde Ws)

Wärmeabgabe des Menschen

Vom Grad der körperlichen Tätigkeit beeinflusste Wärmemenge, die der menschliche Körper an seine Umwelt abgibt. In einem Raum, in dem sowohl die Luft- als auch die Strahlungstemperatur circa 20° C beträgt, gibt der Mensch seine überschüssige Wärme wie folgt ab: durch Strahlung auf umliegende Flächen circa 50 %, durch Konvektion circa 25 % und durch Verdunsten auf der Hautoberfläche ebenfalls circa 25 %.

Wärmeableitung

Die Wärmeableitung ist eine Eigenschaft von raumbegrenzenden Bauteilen. Diese Eigenschaft ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn das Bauteil mit Menschen in Berührung kommt (z.B. Fußböden) und dadurch für das Wohlbefinden in einem Raum mit verantwortlich ist. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Wärmebedarfsausweis

Der Wärmebedarfsausweis (auch als Wärmeschutznachweis bezeichnet) ist eine schriftliche Dokumentation der Ergebnisse des rechnerisches Nachweises eines ausreichenden Wärmeschutzes für Gebäude. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Wärmebeharrungsvermögen

Das Wärmebeharrungsvermögen ist ein Maß für die Fähigkeit eines Gebäudes, den Einfluss der Außenlufttemperatur zu dämpfen. Diese Fähigkeit ist nur dann als Maß zu verwenden, wenn einflussnehmende technische Einrichtungen wie Lüftungs- und Klimatisierungsanlagen außer Acht gelassen werden. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Wärmebrücke

Eine Wärmbrücke ist eine örtlich begrenzte Schwachstelle der wärmeübertragenden Hüllfläche eines Gebäudes. Sie bewirkt sowohl zusätzliche Transmissionswärmeverluste als auch eine niedrigere raumseitige Oberflächentemperatur. Dies kann zu Tauwasserbildung und Schimmelpilzbefall führen. Die konstruktive Vermeidung von Wärmebrücken ist eine wichtige planerische Vorleistung. Lassen sich aufgrund bestimmter Bauweisen Wärmebrücken nicht verhindern, ist es wichtig, diese mit entsprechender Sorgfalt zu dämmen. Quelle: Krüger, Erich W.: Konstruktiver Wärmeschutz. Niedrigenergie-Hochbaukonstruktionen, Köln 2000

Wärmebrücke, geometrisch

Geometrische Wärmebrücken entstehen, wenn die wärmeaufnehmende Oberfläche und die wärmeabgebende Bauteiloberfläche verschieden groß sind. Bei den geometrischen Wärmbrücken wird zwischen linienförmigen und punktförmigen Wärmebrücken unterschieden. Linienförmige Wärmebrücken sind zum Beispiel Außenwände oder Traufkanten. Punktförmige Wärmbrücken sind solche, bei denen die Wärmestromlinien in alle drei Raumrichtungen verzerrt sind, zum Beispiel Außenwandecken oder Kragarme. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Wärmebrücke, konvektiv

Konvektive Wärmebrücken entstehen durch Undichtigkeiten (Bauteilfugen, Durchführung von Installationsleitungen usw.) in raumabschließenden Bauteilen, durch welche Wärmeenergie infolge konvektiver Mitführung von Luft, Gasen oder Flüssigkeiten von der höheren zur niedrigeren Temperatur transportiert wird. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Wärmebrücke, stoffbedingt (physikalisch)

Stoffbedingte Wärmebrücken entstehen durch einen Wechsel der Wärmeleitfähigkeiten innerhalb einer oder mehrerer Bauteilschichten. Typische Wärmebrücken dieser Klasse sind Träger in Dächern, Stützen und Stege in Außenwänden oder Verbindungsmittel. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Wärmebrückenverlustkoeffizient (für linienförmige Wärmebrücken)

Der Wärmebrückenverlustkoeffizient errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Wärmestrom einschließlich Querleitungen und dem Wärmestrom, der aus den Einzel- oder Teilfächen berechnet wird. Formelzeichen: Y Einheit: W/(m·K) Quelle: Krüger, Erich W.: Konstruktiver Wärmeschutz. Niedrigenergie-Hochbaukonstruktionen, Köln 2000

Wärmebrückenverlustkoeffizient (für punktförmige Wärmebrücken)

Der Wärmebrückenverlustkoeffizient errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Wärmestrom einschließlich Querleitungen und dem Wärmestrom, der aus den Einzel- oder Teilfächen berechnet wird. Formelzeichen: c Einheit: W/(m·K) Quelle: Krüger, Erich W.: Konstruktiver Wärmeschutz. Niedrigenergie-Hochbaukonstruktionen, Köln 2000

Wärmebrückenzuschlag

Wärmebrücken haben einen negativen Einfluß auf die energetische Gesamtbilanz von Bauwerken. Zur Ermittlung dieser Gesamtbilanz gibt es zwei Möglichkeiten: a) Anwendung verschiedener Formel unter Berücksichtigung der tatsächlichen Wärmebrücken b) eine vereinfachte Ermittlung der energetischen Gesamtbilanz. Hierbei werden für bestimmte, bekannte Wärmebrücken (zum Beispiel Fensterstürze) pauschale Korrektorfaktoren in die Rechnung mit aufgenommen. Diese Rechengrößen für bestimmte Wärmebrücken sind in DIN V 4108-6 zu finden. Formelzeichen: D UWB Einheit: W/(m²·K) Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Wärmedämmfähigkeit

Eigenschaft fester Stoffe über Wärmeleitung Wärme von festen Teilchen zueinander weiterzuleiten, ohne dass diese ihren Ort verlassen. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Wärmedämmkriterium

Nachweis der Fähigkeit eines raumabschließenden Bauteils, im Brandfall übermäßigen Wärmedurchgang zu verhindern. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Wärmedämm-Putz

Mörtel mit Zuschlagstoffen wie Polystyrol und/oder Perlite. Wärmedämmputze haben eine geringe Rohdichte (0,15 - 0,60 g/cm³) und eine Wärmeleitfähigkeit von 0,08 - 0,20 W/(m·K). Diese Putze werden sowohl als Außenputz, als auch als Innenputz verwendet. Sie dienen zur Verbesserung der energetischen Gesamtbilanz von Bauwerken. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Wärmedämmstoff

siehe auch Dämmstoff; Als Wärmedämmstoff gelten Produkte, deren Wärmeleitfähigkeit in trockenem Zustand bei einer Mitteltemperatur von 10° C kleiner als 0,1 W/m·K ist. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS)

Bauart, bei der Wärme-Dämmplatten auf Außenwandoberflächen geklebt (oder zusätzlich mit Haltern befestigt) werden. Auf der Oberfläche befindet sich ein mit Glasgewebe bewehrter Unterputz und ein Oberputz. Diese Kombination von Baustoffen erhöht die wärmedämmenden Eigenschaften von Außenwänden. Es handelt sich hierbei um eine Bauweise, die in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat. Im Zuge des Erlasses verschiedener Wärmeschutzverordnungen, die nun in der so genannten Energieeinsparverordnung (EnEV) gebündelt wurden, erlangte der Wärmeschutz an Bedeutung. Ein Wärmedämm-Verbundsystem ist eine Möglichkeit, den in der EnEV geforderten maximalen Jahresheizwärmebedarf zu erfüllen. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Wärmedämmwert

siehe Wärmedurchlasswiderstand

Wärmedehnung

Unter Wärmedehnung versteht man die Eigenschaft von festen oder gasförmigen Stoffen, bei Temperaturanstieg ihr Volumen zu vergrößern. Bei Sinken der Temperatur verringert sich auch wieder das Volumen des Stoffes auf das Ausgangsvolumen. Dieses natürliche Schwanken bei Temperaturwechseln muss bei der Planung von Bauwerken berücksichtigt werden. Eine Möglichkeit, die Volumenausdehnung von Feststoffen zu kompensieren, ist die Installation von Dehnfugen aus flexiblem Material in regelmäßigen Abständen.

Wärmedurchgang

Wärmedurchgang, auch als Transmission bezeichnet, ist die Wärmeübertragung von der höheren zur niedrigeren Temperatur. Das Maß des Durchgangs wird von der Dicke und der Wärmeleitfähigkeit des Stoffes oder mehrerer Stoffschichten bestimmt. Hinzu treten die Wärmeübergangswiderstände auf der raumseitigen und äußeren Oberfläche. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Wärmedurchgangskoeffizient

Der Wärmedurchgangskoeffizient, auch als Wärmedurchgangszahl oder umgangssprachlich k-Wert bezeichnet, gibt an, wieviel Wärme pro Zeit und Fläche einer Baukonstruktion aufgrund von Wärmedurchgang bei einer Temperaturdifferenz von 1 K verloren geht. Er ist eine grundlegende bauphysikalische Größe zur Ermittlung der energetischen Gesamtbilanz von Bauwerken. Je kleiner der U-Wert, um so geringer ist der Wärmeverlust durch das berechnete Bauteil, um so besser ist dessen Wärmedämmung. Je kleiner aber der k-Wert, desto größer ist dessen Effizienzabfall. Es ist also nicht möglich, durch immer größerer Dämmstoffdicken die Wärmeverluste "unbegrenzt" zu verringern. Formelzeichen: k(veraltet), nun U Einheit: W/(m²·K) Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Wärmedurchgangswiderstand

Der Wärmedurchgangswiderstand ist der Kehrwert des Wärmedurchgangskoeffizienten. Dieser erlaubt es, den Zahlenwert des Wärmedurchgangskoeffizienten anders darzustellen, was unter Umständen Rechenoperationen vereinfachen kann. Formelzeichen: 1/k(veraltet), nun 1/U Einheit: m²·K/W

Wärmedurchgangszahl

siehe Wärmedurchgangskoeffizient

Wärmekapazität

Die Wärmekapazität ist eine Stoffeigenschaft (Stoffkonstante). Die Wärmekapazität C eines Körpers mit der Masse m ist die Wärmemenge, die benötigt wird, um die Temperatur des Körpers um 1 °C zu erhöhen. Sie ist das Produkt aus der spezifischen Wärme mal der Masse. Formelzeichen: Q oder C Einheit: 1 J/K (veraltet und nicht mehr zulässig: Kalorie 1 cal; 1 cal enstpricht 4,1868 J)

Wärmelast

Diejenige Wärmemenge in einem Raum, die sich aus unterschiedlichen Quellen, z.B. Personen, Beleuchtung, Geräten, Sonneneistrahlung, summiert und die von einer RLT-Anlage abzuführen ist.

Wärmelast

Diejenige Wärmemenge in einem Raum, die sich aus unterschiedlichen Quellen, z.B. Personen, Beleuchtung, Geräten, Sonneneistrahlung, summiert und die von einer RLT-Anlage abzuführen ist.

Wärmeleistung

Die Wärmeleistung ist eine technische Angabe die angibt, welche Leistung ein Wärmeerzeuger oder Wärmetauscher maximal erbringen kann. Beim Einbau eines solchen Gerätes muss darauf geachtet werden, dass die Leistung des ausgewählten Gerätes dem Verwendungszweck entspricht.

Wärmeleit(fähigkeits)gruppe

Die Wärmeleit(fähigkeits)gruppe dient der Klassifizierung der am häufigsten verwendeten Dämmstoffe zur Wärmedämmung von Gebäuden. Die WLG wird aus den Ziffern des Rechenwertes der Wärmeleitfähigkeit gebildet. z.B. lR = 0,040 W/(m·K) => WLG 040

Wärmeleitfähigkeit

Die Wärmeleitfähigkeit ist die wesentliche Ausgangsgröße für wärmeschutztechnische Berechnungen und für die Bewertung der wärmeschutztechnischen Qualität eines Materials.Die Wärmeleitfähigkeit ist eine konstante Stoffeigenschaft (Stoffkonstante) die angibt, welche Wärmemenge durch 1 m² einer Stoffschicht von 1 m Dicke hindurchströmt, wenn eine Temperaturdifferenz zu beiden Seiten der Schicht vorhanden ist. Kleine λ-Werte bedeuten geringe Wärmeleitung und damit gute Wärmedämmung. Der Zahlenwert der Wärmeleitfähigkeit dient bei manchen Produktgruppen von Dämmstoffen zu deren Klassifizierung. So sind die Bezeichnungen 035 oder 040 bei Mineralfaserplatten nichts anderes als die jeweiligen Wärmeleitfähigkeitswerte 0,035 bzw. 0,040 W/(m·K) dieser Produkte. Formelzeichen: l Einheit: W/(m·K) Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Wärmeleitwiderstand

siehe Wärmedurchlasswiderstand

Wärmemenge

siehe Wärme

Wärmerückgewinnung

Die als Abwärme von Maschinen-, Personen-, oder Beleuchtungswärme anfallenden Wärmemengen wurden in der Vergangenheit mit der Fortluft aus einem Gebäude geführt. Dies ist sowohl Verschwendung von Energie, als auch eine Belastung der Umgebung mit einer Temperaturdifferenz von bis zu 2 K im Zentrum von Großstädten im Vergleich zu Randgebieten. Ziel moderner Lüftungsanlagen ist es, die Wärme der Abluft durch geeignete technische Maßnahmen zurück zu gewinnen und für den Heizbedarf des Gebäudes zur Verfügung zu stellen.

Wärmeschutz

Der Wärmeschutz dient dem Erhalt nicht erneuerbarer Ressourcen (Öl, Kohle) und dem vorbeugenden Umweltschutz. Die entsprechenden Vorgaben sind in den Landesbauordnungen für Gebäude (Abhängig von ihrer Nutzung und den klimatischen Verhältnissen) als Mindestwärmeschutz definiert. Dieser Wärmeschutz ist in der DIN 4108, Wärmeschutz im Hochbau, als Mindestwärmeschutz gefordert. Er ist nicht zu verwechseln mit dem energiesparenden Wärmeschutz nach der Wärmeschutzverordnung. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Wärmeschutznachweis

siehe Wärmebedarfsausweis

Wärmeschutzverordnung

Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz. Dieser geht über den Mindestwärmeschutz hinaus und ist politisch gewollt. Formuliert im Energieeinsparungsgesetz (EnEG). Die Wärmeschutzverordnung wurde in den letzten Jahren mehrmals überarbeitet. Sie mündete in der seit 1.2.2002 gültigen Energieeinsparverordnung (EnEV). Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Wärmespannung

Unter Wärmespannung versteht man Verspannungen in tragenden Elementen von Bauteilen, die durch Wärmedehnung entstehen können. Dieser Fall tritt ein, wenn Volumenänderungen durch fehlerhafte oder ungenügende Planung von der Baukonstruktion nicht kompensiert werden können. Wärmespannungen können die Tragfähigkeit von Bauwerken derart negativ beeinflussen, dass diese umfassend saniert werden müssen.

Wärmespeicher

Behälter oder Raum, der Wärme aufnehmen, über einen bestimmten Zeitraum speichern und bei Bedarf wieder abgeben kann. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Wärmespeicherung

Vorgang der Energieaufnahme von Stoffen bei Temperaturanstieg. Sie hängt ab von der bereits vorhandenen Wärme und der Masse des speichernden Stoffes. Das Speichervermögen steigt mit der Masse des Stoffes. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Wärmestrom

Der Wärmestrom bezeichnet die pro Zeiteinheit auf ein Bauteil oder sonstigen Gegenstand übertragene Wärme. Formelzeichen: F Einheit: W (Watt)

Wärmestromdichte

Die Wärmestromdichte ist der Wert des Wärmestroms bezogen auf eine beliebige Fläche. Formelzeichen: q Einheit: W/m²

Wärmeübergang

Die Wärmeübertragung ist die Übertragung von Wärme zwischen der Oberfläches eines Bauteils und der angrenzenden Luft.

Wärmeübergangskoeffizient

Der Wärmetransport durch ein Bauteil vom Raum zum Freien wird neben den reinen Bauteileigenschaften auch vom Wärmeübergang von der Luft zum Bauteil bzw. umgekehrt beeinflußt. Die Größe des Wärmeübergangs hängt vor allem von dem Emissionsgrad der Oberfläche des Bauteils und dem Bewegungszustand der Luft ab. Wärmeübergangswiderstände, wie sie speziell an Gebäuden auftreten, sind abhängig von der Lage und Ausbildung der einzelnen Bauteile. Der Wärmeübergangskoeffizient gibt die Wärme in Joule an, die in 1 s zwischen 1 m² Oberfläche und 1 m² der angrenzenden Luft übertragen wird, wenn die Temperaturdifferenz zwischen Bauteiloberfläche und Luft 1 K beträgt. Formelzeichen: a Einheit: W/(m²·K) Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Wärmeübergangswiderstand

Kehrwert des Wärmeübergangskoeffizienten Formelzeichen: 1/a Einheit: m²·K/W

Wärmeübertragung

Unter Wärmeübertragung versteht man die Weitergabe von Wärme. Es gibt drei Arten von Wärmeübertragung: * Wärmeübertragung durch Konvektion, * Wärmeübertragung durch Leitung und * Wärmeübertragung durch Strahlung. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001 Wärmeübertragung durch Leitung, Konvektion und Strahlung am Beispiel einer Kerze 1. Durch Wärmeleitung (Transmission) wandert die Wärme von der Kerze über den Metallstab zur Hand 2. Durch Konvektion wandert die Wärmeenergie von der Kerze über den Luftstrom zur Hand 3. Durch Strahlung wird die Wärmeenergie von der Kerze direkt zur Hand übertragen Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Wärmeübertragung durch Konvektion

Eine Wärmeübertragung durch Konvektion erfolgt mittels einem Trägermedium (z.b. Gas oder Flüssigkeit). Freie Konvektion: Aufsteigen erwärmter Luft an Heizkörpern; Erzwungene Konvektion: Ventilatorlüftung; Mischkonvektion: Zugluft. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998 Wärmeübertragung durch Leitung, Konvektion und Strahlung am Beispiel einer Kerze 1. Durch Wärmeleitung (Transmission) wandert die Wärme von der Kerze über den Metallstab zur Hand 2. Durch Konvektion wandert die Wärmeenergie von der Kerze über den Luftstrom zur Hand 3. Durch Strahlung wird die Wärmeenergie von der Kerze direkt zur Hand übertragen

Wärmeübertragung durch Leitung

Eine Wärmeübertragung durch Leitung erfolgt zwischen Körpern, die miteinander in Berührung stehen. Gute Wärmeleiter sind Metalle, schlechte Wärmeleiter sind z.B. Holz und Dämmstoffe. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998 Wärmeübertragung durch Leitung, Konvektion und Strahlung am Beispiel einer Kerze 1. Durch Wärmeleitung (Transmission) wandert die Wärme von der Kerze über den Metallstab zur Hand 2. Durch Konvektion wandert die Wärmeenergie von der Kerze über den Luftstrom zur Hand 3. Durch Strahlung wird die Wärmeenergie von der Kerze direkt zur Hand übertragen

Wärmeübertragung durch Strahlung

Eine Wärmeübertragung durch Strahlung erfolgt ohne Medium im Form von elektromagnetischen Wellen zwischen den Oberflächen nicht miteinander verbundener Körper unterschiedlicher Temperatur. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998 Wärmeübertragung durch Leitung, Konvektion und Strahlung am Beispiel einer Kerze 1. Durch Wärmeleitung (Transmission) wandert die Wärme von der Kerze über den Metallstab zur Hand 2. Durch Konvektion wandert die Wärmeenergie von der Kerze über den Luftstrom zur Hand 3. Durch Strahlung wird die Wärmeenergie von der Kerze direkt zur Hand übertragen

Wasserdampfdiffusion

Der selbständige Ausgleich innerhalb von Systemen mit unterschiedlichen Teildrücken oder sonstigen unterschiedlichen Konzentrationen aufgrund der Eigenbewegung von Atomen oder Molekülen wird als Diffusion bezeichnet. Der Ausgleich erfolgt in der Regel vom Ort der höheren Konzentration in Richtung der geringeren Konzentration. Jedes Atom oder Molekül ist in der Lage, sich zu bewegen. Die dazu nötige Energie kann z.B. in Form von Wärme aufgenommen werden; diese wird dann in Bewegungsenergie umgesetzt. Entsteht ein Gasgemisch von neuer Zusammensetzung (zum Beispiel durch Lüften eines bis dahin abgeschlossenen Raumes) können hier unterschiedliche Dampfteildrücke entstehen. Dieser Zustand ist aber physikalisch gesehen nicht haltbar. Aufgrund der oben beschriebenen Fähigkeit zur Eigenbewegung verteilen sich zum Beispiel Wasserdampfmoleküle so lange gleichmäßig im Raum, bis (bei einem gleichbleibendem Gesamtdruck) die unterschiedlichen Teildrücke ausgeglichen sind.

Wasserdampfdiffusions-Durchlasskoeffizient

Zu beiden Seiten eines Bauteils, insbesondere bei Außenbauteilen, herrschen gewöhnlich unterschiedliche Klimabedingungen. Die kennzeichnenden Größen sind die Innen- und Außentemperaturen und die Innen- und Außendrücke. Infolge des hierdurch bedingten Druckgefälles wandern Wasserdampfmoleküle von der warmen zur kalten Seite eines Bauteils durch die luftgefüllten Poren und die dazwischenliegenden Kapillaren der Baustoffschichten.Der Wasserdampfdiffusions-Durchlasskoeffizient gibt an, wie groß die Wasserdampfdiffusions-Stromdichte ist, wenn man diese nur auf die wirksamen Differenzen der Dampfteildrücke bezieht. Formelzeichen: D Einheit: kg/(m² x h x Pa)

Wasserdampfdiffusions-Strom

Zu beiden Seiten eines Bauteils, insbesondere bei Außenbauteilen, herrschen gewöhnlich unterschiedliche Klimabedingungen. Die kennzeichnenden Größen sind die Innen- und Außentemperaturen und die Innen- und Außendrücke. Infolge des hierdurch bedingten Druckgefälles wandern Wasserdampfmoleküle von der warmen zur kalten Seite eines Bauteils durch die luftgefüllten Poren und die dazwischenliegenden Kapillaren der Baustoffschichten. Diesen Vorgang, also den Ausgleichsprozess zwischen Orten höherer und niedrigerer Wasserdampfkonzentration, nennt man Wasserdampf-Diffusion. Die transportierte Wasserdampfmenge wird durch den Wasserdampfdiffusions-Strom charakterisiert. Formelzeichen: I Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Wasserdampfdiffusions-Stromdichte

Zu beiden Seiten eines Bauteils, insbesondere bei Außenbauteilen, herrschen gewöhnlich unterschiedliche Klimabedingungen. Die kennzeichnenden Größen sind die Innen- und Außentemperaturen und die Innen- und Außendrücke. Infolge des hierdurch bedingten Druckgefälles wandern Wasserdampfmoleküle von der warmen zur kalten Seite eines Bauteils durch die luftgefüllten Poren und die dazwischenliegenden Kapillaren der Baustoffschichten. Die transportierte Wasserdampfmenge wird durch den Wasserdampfdiffusions-Strom charakterisiert.Die Wasserdampfdiffusions-Stromdichte gibt an, welche Wasserdampfmenge in kg in einer Stunde durch 1 m² eines Bauteils diffundiert. Formelzeichen: i Einheit: kg/(m²·h) Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Wasserdampfdiffussionsäquivalente Luftschichtdicke

Die Wasserdampfdiffussionsäquivalente Luftschichtdicke ist eine theoretische Vergleichsgröße für den Widerstand einer beliebigen Stoffschicht gegen Wasserdampfdiffusion. Sie gibt den Widerstand einer Stoffschicht gegen Wasserdampfdiffusion an, den eine gleichwertige (äquivalente) ruhende Luftschicht hätte. Je größer ihr Wert, desto weniger ist Wasserdampf in der Lage, den entsprechenden Stoff zu durchdringen. Formelzeichen: sD Einheit: Meter (m)

Wasserdampfkonvektion

Unter Wasserdampfkonvektion versteht man das Eindringen von Wasser in Bauteile. Im Gegensatz zum langsam ablaufenden und sich selbst regulierenden Prozess der Wasserdampfdiffusion läuft die Wasserdampfkonvektion schnell ab. Sie kann nur bei Beschädigungen in der Gebäude- oder Bauteilhülle erfolgen. Anschließende Diffusionsvorgänge reichen nicht aus, um das eingedrungene Wasser wieder zu entfernen. Daher führt Wasserdampfkonvektion zu Feuchteschäden an Bauteilen.

Winddichtheit

Von Winddichtheit ist die Rede, wenn Außenluft nur insofern am Eindringen in eine Gebäudehülle gehindert wird, daß sie nicht hinter die Wärmedämmschicht gelangt und somit Dämmeigenschaften des Bauteils nicht negativ beeinträchtigt werden. Die Anforderungen an die Winddichtheit können somit ohne ein Erreichen der Luftdichtheit erfüllt werden. Quelle: Becker, Klausjürgen/Pfau, Jochen/Tichelmann, Karsten: Trockenbau Atlas. Grundlagen, Einsatzbereiche, Konstruktionen, Details, 2. Auflage, Köln 1998

Windlast

Summe der auf ein Bauwerk einwirkenden Windkräfte, resultierend aus Winddruck- und Windsogkräften. Quelle: Peter, Norbert: Lexikon der Bautechnik. 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen, Heidelberg 2001

Zuluft

Luft, die durch eine Zuluftöffnung strömt. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Zuluftöffnung

Öffnung in einer Lüftungsanlage oder Bauteil zum Zuführen von Luft. Quelle: Eschenfelder, Dieter/Lehmann, Wolfgang: Wörterbuch bauaufsichtlicher Begriffe. Leitfaden durch die Bauordnung, Köln 2001

Zuluftstrom

siehe auch Luftvolumenstrom

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