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Fassade innen
In traumhafter Lage am Ems-Jade-Kanal öffnete das Restaurant "Pier 24" im Sommer 2011 seine Türen. Außen prägen historische Mauern die Fassadenanmutung. Im Inneren kommen Gäste dank moderner Innendämmung in den Genuss eines angenehmen Raumklimas.
Das ehemals als Umspannwerk genutzte Gebäude wurde circa 1890 errichtet. Für die Umnutzung in ein Restaurant musste es saniert und energetisch ertüchtigt werden. Die historische Backsteinfassade sollte dabei als "Visitenkarte" des neuen Restaurants erhalten bleiben, so eine der Hauptforderungen des Bauherrn.
"Aus diesem Grund kam für die Dämmung der Fassade kein Wärmedämmverbundsystem und keine vorgehängte Fassade infrage. Entsprechend fiel unsere Wahl auf Innendämmsysteme", erläutert Edo Baumann, Polier der für die Fassadendämmung verantwortlichen Toni Rech Bauunternehmung.
Insgesamt verfügt das Gebäude über eine Nutzfläche von rund 240m2. Das Restaurant und die Küche befinden sich im Erdgeschoss. Im ersten Obergeschoss und dem Dachgeschoss wurden im Rahmen der Sanierungsarbeiten eine 87m2 große Wohnung sowie weitere gastronomisch genutzte Bereiche ausgebaut. "Natürlich bedeutet die innenseitige Dämmung von Außenwänden immer den Verlust von Nutzfläche. Gerade dort aber, wo jeder Quadratmeter dringend benötigt wird, empfehlen wir unseren Auftraggebern Dämmstoffe mit möglichst geringer Wärmeleitfähigkeit. Je stärker die Dämmwirkung des Materials, desto dünner fällt die Dämmung aus und desto geringer ist der Flächenverlust in den Innenräumen. Ein gutes Beispiel dafür stellt in diesem Objekt zum Beispiel die Restaurantküche dar. In Spitzenzeiten arbeiten hier mehrere Köche auf Hochtouren und Ablageflächen werden benötigt. Je mehr Platz zur Verfügung steht, desto besser."
Hohe Dämmleistung sorgt für schlanke Konstruktionen
Den dafür nötigen Platz schuf Edo Baumann durch den Einsatz der hoch wärmedämmenden Innendämmung "Aerorock ID" (Rockwool). Mit einer Wärmeleitfähigkeit von nur λ = 0,019 W/(mK) sorgt diese 50 mm dünne Verbundplatte raumsparend für einen sehr guten Wärmeschutz. Ein zuverlässiger Schutz vor Wärmeverlusten, der unproblematisch zu montieren ist, wie Edo Baumann beschreibt. "Zunächst haben wir den bestehenden Untergrund mithilfe einer Spachtelung eingeebnet, um anschließend die Platten vollflächig verkleben zu können. Durch die Verwendung eines Fugenklebers wurde hierbei die notwendige Diffusions- und Luftdichtheit auch im Bereich der Plattenstöße erzielt. Da die Verbundplatten eine integrierte Dampfbremse haben, ist somit die Wand vom Boden bis zur Decke bauphysikalisch einwandfrei von innen gedämmt. Alle Detailanschlüsse und Durchdringungen wurden luftdicht versiegelt. Für Küchen natürlich nicht unüblich, sollten alle Wände mit Fliesen bekleidet werden."
Grundsätzlich empfiehlt der Ausbauprofi für die Fliesenmontage auf "Aerorock ID" einen wasserarmen Fliesenkleber und eventuell eine zusätzliche Grundierung der Plattenoberfläche. Der Fliesenkleber sollte ebenfalls vollständig aushärten, bevor die Fugen dann mit einem Flexfugenmörtel verfüllt werden.
Für Fensterlaibungen und Heizkörpernischen gibt es Spezialprodukte
Für maximale Dämmwirkung bis in die letzte Nische sorgt in Wilhemshaven ergänzend die spezielle Laibungsplatte "Das Anbringen der Laibungsplatten ist ebenfalls denkbar einfach. An den Stoßkanten zwischen Laibungs- und Flächendämmplatte ist etwas mehr Aufwand nötig: An der Stirnfläche der Laibungsplatten haben wir zunächst circa einen Zentimeter Dämmstoff entfernt und mit Acryl aufgefüllt. Anschließend haben wir ein normales Eckschutzprofil, wie man es auch von der Montage von Gipsplatten kennt, aufgespachtelt. Der Anschluss an das Fensterprofil wurde luftdicht versiegelt."
Die so ertüchtigten Außenwände des neuen "Pier 24" haben damit einen perfekten Brückenschlag geschafft: Von außen prägt historisches Gemäuer die Fassadenanmutung, innen profitieren Gäste und Mitarbeiter bei kalter Witterung von einem behaglichen Innenraumklima.
